
Erstmals in Österreich führt SORA eine Panelerhebung unter HauptschülerInnen der 8. Schulstufe durch. Die befragten SchülerInnen werden über zwei Jahre auf ihren Ausbildungs- und Berufswegen begleitet, um so eine differenzierte Wissensbasis für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik zu schaffen.
Die beruflichen Zukunftschancen von HauptschülerInnen sind immer wieder Thema von bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Diskussionen. Dennoch fehlen bisher in Österreich empirische Daten, die den Berufseinstieg und die damit verbundenen Herausforderungen im Zeitverlauf betrachten.
Durch die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (bmask) sowie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) durchgeführte Panelstudie wird es in Österreich erstmals möglich, dynamische Informationen über die Wirkungen einzelner Einflussfaktoren auf die Ausbildungs- und Berufseinstiegsphase von HauptschülerInnen zu gewinnen.
Die Basiserhebung des Ausbildungs- und Berufseinstiegspanels fand von Mai bis Mitte Juli 2011 an insgesamt 237 Hauptschulen in ganz Österreich statt. 3.950 SchülerInnen wurden zu ihren Ausbildungs- und Berufsplänen, ihren Zukunftsaussichten sowie der Inanspruchnahme und Bewertung schulischer und privater Berufsorientierungsangebote befragt.
Im Abstand von je einem Jahr folgen zwei weitere telefonische Befragungen; zusätzlich werden qualitative Interviews mit einzelnen Jugendlichen durchführt, die ein vertiefendes Verständnis von individuellen und strukturellen Einflussfaktoren ermöglichen.
Die Basiserhebung des Ausbildungs- und Berufseinstiegspanels (ABEP) sollte in erster Linie die Pläne der SchülerInnen unter Berücksichtigung möglicher Einflussfaktoren identifizieren. Die weiteren Befragungswellen 2012 und 2013 werden daran anschließend über die Umsetzung dieser Pläne und die beschrittenen Ausbildungs- und Berufswege der HauptschülerInnen Aufschluss geben.