Arbeitsbedingungen

Kontakt: Mag. Daniel Schönherr

Die Themen menschengerechter Arbeitsgestaltung und innovativer Arbeitspolitik erfahren sowohl in Österreich als auch auf Ebene der Europäischen Union verstärkte Aufmerksamkeit.

Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Arbeitsbedingungen erfordern verlässliche empirische Grundlagen. Im Jahr 1997 entwickelten SORA und IFES den Österreichischen Arbeitsklima-Index, der seither kontinuierlich erhoben und weiter entwickelt wird. Neben diesem globalen Index hat SORA in zahlreichen Studien die Arbeitswelt in einzelnen Berufs- und Beschäftigtengruppen untersucht.

SORA steht für praxisorientierte Forschung und erprobtes methodisches Know-how sowohl in der Fragebogen- und Indikatorenentwicklung als auch in der qualitativen Forschung. Unsere Studien beschreiben die Realität der Arbeitswelt und die subjektive Arbeitszufriedenheit und zeigen so Entwicklungspotentiale und Handlungsmöglichkeiten auf. Auf Wunsch begleiten wir über die Forschung hinaus auch bei der Planung, Evaluierung und Steuerung von Maßnahmen.

Themenschwerpunkte:

Ausgewählte Projekte

Kontext- und Ursachenanalyse: „Grenzland-Vergleich in der mobilen und stationären Pflege im Innviertel/Oberösterreich und in Altötting/Bayern (2009): Im Rahmen eines EU-geförderten Projektes untersuchte SORA im Auftrag der Arbeiterkammer OÖ die Strukturen des Pflegearbeitsmarktes in der grenzüberschreitenden Region Innviertel - Landkreis Altötting. Anhand von ExpertInneninterviews und einer ausführlichen Literatur- und Dokumentenanalyse werden vor allem folgende Aspekte des Pflegeberufs in der Region verglichen: die Struktur des Pflegeangebots, die Ausbildungssysteme und die grenzüberschreitende Mobilität von Pflegekräften. Darüber hinaus werden Empfehlungen abgegeben, wie Age Management-Angebote im Pflegeberuf an den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt angepasst werden können. weiter...

Teilzeitbeschäftigung in Oberösterreich (2007): SORA hat im Auftrag des AMS Oberösterreich Wunsch und Wirklichkeit der Teilzeitbeschäftigung in Oberösterreich erforscht. Ein Ergebnis: Personalverantwortliche sehen Teilzeitstellen als Möglichkeit, die Mitarbeiterbindung in unterschiedlichen Lebensphasen zu stärken. Darüber hinaus werden von Personalverantwortlichen jedoch kaum Vorteile der Teilzeitarbeit wahrgenommen. weiter...

Neue Erwerbsformen in Wien (2005): Die Zunahme von Neuen Erwerbsformen („atypischer“ Beschäftigung) eröffnet neue Arbeitsmarktchancen und individuelle Freiräume, birgt aber auch eine Reihe von sozialen Risiken. Diese Studie im Auftrag der MA 27 beleuchtet Zufriedenheit, Einkommenssituation und Berufs¬perspektiven bei Neuen Erwerbsformen in Wien. weiter...

Ausgewählte Publikationen

Hofinger, Christoph / Kien, Christina / Michenthaler, Georg / Raml, Reinhard (2009): Zwölf Jahre österreichischer Arbeitsklima-Index - Erkenntnisse und Ausblick, IN: Kistler, Ernst / Mußmann, Frank (Hg.): Arbeitsgestaltung als Zukunftsaufgabe. Die Qualität der Arbeit. Hamburg: VSA, S. 122-142.

Wittinger, Daniela / Paul, Verena / Kien, Christina / Kittel Carmen / Breuer Johanna (2009): Kontext- und Ursachenanalyse: „Grenzland-Vergleich in der mobilen und stationären Pflege im Innviertel/Oberösterreich und in Altötting/Bayern“. Endbericht zum Interreg-Projekt „Zukunft PFLEGEN – Grenzüberschreitendes Agemanagement in der Pflege“.

Paul, Verena / Kien, Christina (2007): Teilzeitbeschäftigung in Oberösterreich zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung der Teilzeitwünsche von beim AMS Oberösterreich als arbeitsuchend gemeldeten Frauen und der Teilzeitpraxis in oberösterreichischen Betrieben, Linz / Wien.

Kien, Christina / Salfinger, Brigitte (2006): Arbeitssituation von Beschäftigten in der Tourismusbranche im Salzkammergut, in: SWS-Rundschau 3/2006, S. 330-356.