Den Weg nach der Hauptschule meistern

Wie weiter nach der Hauptschule? – Für viele Jugendliche ist die Entscheidung schwierig. Welche weiterführende Schule kommt für mich in Frage, welchen Beruf möchte ich später ausüben?

Eine Phase der Unsicherheit

Tom beginnt nach der Hauptschule eine dreijährige Handelsschule. Nach einem Jahr Handelsschule bricht er ab, doch hat er Schwierigkeiten, eine passende Lehrstelle zu finden. Zur Überbrückung arbeitet er als Hilfskraft in einem Hotel. Tom sucht weiter, bekommt dann einen Platz in einer Berufsvorbereitungsmaßnahme und beginnt eine überbetriebliche Lehrausbildung.

Solche Phasen der – oft frustrierenden – Lehrstellen- und Arbeitsplatzsuche haben Jugendliche heute vermehrt zu bewältigen. Die Orientierung und Zukunftsplanung gestaltet sich schwierig.

Wissenschaftliche Studie liefert arbeitsmarktpolitisches Hintergrundwissen

Zur besseren Unterstützung der Jugendlichen braucht es ein umfassendes Bild über die unterschiedlichen Wege nach der Hauptschule und über die Schwierigkeiten der betroffenen Jugendlichen. – Daher begleitete die Studie „Wohin gehst DU? Ausbildungs- und Berufswege nach der Hauptschule“ erstmals Jugendliche auf ihrem Weg.

Drei Befragungen im Laufe von zwei Jahren

Die erste Fragebogen-Erhebung fand Mitte 2011 im Klassenverband statt, die zweite von Juni bis Juli 2012. Eine dritte Befragung wurde 2013 durchgeführt. Die Jugendlichen berichteten dabei über ihre Zukunftspläne, ihre Erfahrungen bei der Berufs- und Schulwahl und über die Stationen und Etappen, die sie auf ihrem Weg durchlaufen haben.

Strenger Datenschutz

Die Daten der wissenschaftlichen Studie wurden statistisch ausgewertet. Die Anonymität der befragten Jugendlichen wurde dabei strengstens gewahrt: Alle personenbezogenen Daten, die zur Kontaktierung der Befragten benötigt werden, wurden nach Abschluss der Studie gelöscht.

Gemeinsam bessere Angebote für Jugendliche schaffen

Die Studie dient der Verbesserung des Bildungs- und Berufsorientierungsangebots für Hauptschülerinnen und Hauptschüler. Die jeweiligen Landesschulräte bzw. der Stadtschulrat für Wien, die Vertretungen der Lehrer/innen und die Elternverbände wurden von Seiten des Unterrichtsministeriums im Vorfeld informiert und um ihre Unterstützung gebeten. – Die Zustimmung der Schulleitung und eine Einverständniserklärung der Eltern ermöglichte schließlich die Durchführung der Befragung, die 2011 österreichweit in ausgewählten 4. Klassen der Hauptschule startete.