Wählen mit 16

Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre hat Österreich eine Vorreiterrolle hinsichtlich der Einbindung junger Menschen in die Politik eingenommen. SORA, das Institut für Strategieanalysen und Dr. Ulrike Kozeluh haben gemeinsam eine umfassende post-Election-Studie zur Nationalratswahl unter 16- bis 18-Jährigen durchgeführt. Die Studienergebnisse geben Einblicke in die politischen Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen der jungen Menschen in Österreich.Im Vorfeld der Nationalratswahlen wurde immer wieder über die Auswirkungen einer Wahlaltersenkung diskutiert: Sind die Jugendlichen überhaupt schon so weit sind, um von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen? Die Studie zeigt, dass junge Menschen in Österreich keineswegs „politikverdrossen“ sind. Steve Schwarzer, SORA-Studienleiter, präzisiert: „ Viele zeigen sich interessiert an Politik und nehmen ihr neu gewonnenes Wahlrecht sehr ernst. Sie sind selbstkritisch und erkennen Wissensdefizite, die sie aber auszugleichen versuchen.“ Unzufrieden sind junge WählerInnen mit der Performance der Politik und der PolitikerInnen. Allgemein wird eine große Distanz zwischen der Politik und sich selbst wahrgenommen.Die Präsentation und ausführliche Analyse der Studie fand im Rahmen einer Pressekonferenz am 15.05.2009 statt.Die GesprächspartnerInnen auf dem Podium waren:

  • Steve Schwarzer, Projektleiter (SORA)
  • Ulrike Kozeluh (Freiberufliche Politologin)
  • Eva Zeglovits (SORA)

Unser Dank gilt den FördergeberInnen, die durch ihre finanzielle Unterstützung diese Studie ermöglich haben: Bundeskanzleramt, BM:UKK, Parlament, Gemeinde Wien, Land Kärnten und Donau Universität Krems.

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Zusammenfassung (pdf),
Presseunterlage "Wählen mit 16" (pdf),
Summary (in English) (pdf):

Lesen Sie mehr

Wählen mit 16 in Wien (2005)

Wahlverhalten Jugendlicher in Wien 2010 (Presseunterlage, PDF)

  • Studie zu "Wählen mit 16" international rezipiert WEITER
  • Martina Zandonella am ISPP 32nd Annual Scientific Meeting WEITER
  • Beitrag von Eva Zeglovits und Steve Schwarzer auf der 5. ECPR-Konferenz in Potsdam (Abstract)