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Wahlen in Österreich 1994 bis 2001

2001

Die Gemeinderatswahl am 25.3. in Wien bringt einen massiven Zugewinn und mandatsmäßig die absolute Mehrheit für die SPÖ sowie einen beachtlichen Zuwachs für die Grünen. Die FPÖ muss starke Verluste hinnehmen, die ÖVP gewinnt leicht dazu. Das LIF scheidet aus Landtag und Gemeinderat aus (vgl. Wählerstromanalyse GRW Wien 2001).

2000

Bei der Landtagswahl Steiermark erzielt die ÖVP starke Zugewinne (+11%), die FPÖ erleidet deutliche Verluste (-4,7%). Die SPÖ verliert leicht (-3,6%). Die Grünen gewinnen etwas hinzu (+1,3%). Das LIF schafft den Wiedereinzug in den Landtag nicht mehr.

Die Landtagswahl Burgenland bringt einen überraschend hohen Wahlerfolg für die SPÖ, der vor allem die Mobilisierung ihrer früheren WählerInnen gelingt. Fast jede/r sechste NichtwählerIn von 1996 ist diesmal für die SPÖ zur Wahl gegangen.

1999

Seit dem 3. Oktober sind im österreichischen Parlament nur mehr vier Parteien vertreten: Das Liberale Forum schaffte den Einzug nicht mehr, die Grünen konnten deutlich zulegen, die FPÖ überholte die ÖVP und ist nun mit einem hauchdünnen Vorsprung zweitstärkste Partei. Die SPÖ verlor vor allem durch Wahlenthaltung (vgl. Wählerstromanalyse NRW 1999).

Bei den Wahlen zum europäischen Parlament am 13.6. blieb erstmals in Österreich mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten zu Hause. Die Grünen konnten als einzige Partei annähernd gleich viele WählerInnen wie bei den Wahlen 1996 mobilisieren, was sie zum relativen Wahlsieger machte (vgl. Wählerstromanalyse EU-Wahl 1999).

Bei den Landtagswahlen in Kärnten, Salzburg und Tirol am 7.3. fielen die Ergebnisse regional sehr unterschiedlich aus. In Kärnten konnte die FPÖ die relative Mehrheit erringen, in Salzburg legte die SPÖ am meisten zu, und in Tirol gelang es der ÖVP zunächst ihre absolute Mehrheit zu erhalten, die sie aber nach der teilweisen Neuzählung der Stimmen verlor. Die Kleinparteien schnitten generell unter ihren Erwartungen ab.

1998

1998 gelang dem amtierenden Bundespräsidenten Thomas Klestil durch eine bundesweit sehr erfolgreiche Mobilisierung der ÖVP-AnhängerInnen, aber auch durch starke Unterstützung der FPÖ-WählerInnen und wohlwollendes Verhalten der SozialdemokratenInnen die Wiederwahl im ersten Wahlgang; Heide Schmidt wurde nur von einem Bruchteil ihrer WählerInnen von 1992, als sie noch für die FPÖ ins Rennen gegangen war, wiedergewählt.

1997

1997 war das Jahr "kleinerer" spannender Ereignisse. Die gleichzeitig stattfindenden Gentechnik- & Frauenvolksbegehren mobilisierten insgesamt 1,85 Millionen Österreicherinnen und Österreicher zur Unterschriftenleistung. In Klagenfurt scheiterte der SPÖ-Kandidat Siegbert Metelko beim Versuch in der Bürgermeisterstichwahl direkt Stimmen von der FPÖ zu werben. Die Oberösterreicher wählten schließlich Landtag und Gemeinderäte - mit deutlich unterschiedlichem Ausgang.

1996

Bei den ersten Wahlen zum Europäischen Parlament in Österreich lagen ÖVP, SPÖ und FPÖ Kopf an Kopf. In Wien verlor die SPÖ bei den Landtagswahlen erstmals seit 1918 die absolute Mehrheit.

1995

Bei den vorzeitigen Nationalratswahlen 1995 betonten die Regierungsparteien ihre ideologischen Unterschiede wieder stärker, wodurch sich die Wählerströme von 1994 teilweise wieder in die Gegenrichtung drehten. Die FPÖ verlor viele "neue" WählerInnen an die SPÖ zurück, viele "alte" WählerInnen an die ÖVP (Hofinger/Ogris 1999). Seit 1995 regieren SPÖ und ÖVP wieder mit einer Verfassungsmehrheit im Nationalrat (124 Mandate). Die Männer wählten mehrheitlich "bürgerlich" (ÖVP und FPÖ) - wenn dagegen nur Frauen wahlberechtigt gewesen wären, wäre sich eine Ampelkoalition aus SPÖ, LIF und Grünen zumindest rechnerisch ausgegangen (vgl. Hofinger/Ogris 1996).

1994

Bei der Nationalratswahl 1994 verloren die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP insgesamt 12,3 % Anteil an gültigen Stimmen, größtenteils an die FPÖ, aber auch an Grüne und LIF. Es war der endgültige Abschied vom "Duopol" der beiden Großparteien. Erstmals in der Nachkriegszeit verfügten SPÖ und ÖVP mit insgesamt 117 Abgeordneten zusammen über keine Verfassungsmehrheit im Nationalrat (die Verfassungsmehrheit sind 122 oder 2/3 der 183 Mandate).