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Den WechselwählerInnen auf der Spur

CC by SORA/datenwerk

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der ersten Nationalratswahl der Republik macht das Institut SORA gemeinsam mit dem Haus der Geschichte Österreich das Wahlverhalten in der Ersten und Zweiten Republik sichtbar.

26 Nationalratswahlen der letzten 100 Jahre

Am 16. Februar 1919 wurde das erste Mal in der Republik Österreich ein Parlament gewählt. Dabei waren nicht nur Männer, sondern erstmals auch Frauen berechtigt zur gleichen, freien und geheimen Abstimmung. Seither wurde 26mal ein Nationalrat gewählt – nur vier Mal davon in der ersten Republik.
Während für aktuelle Wahlen detaillierte Analysen angeboten werden, anhand derer sehr schnell nachverfolgt werden kann, woher die WählerInnen welcher Partei stammen, fehlen solche Wählerstromanalysen für historische Wahlen Großteils.

Erstmals Wählerstromanalysen für alle Wahlen

Wohin wechselten beispielsweise die WählerInnen der Kommunisten und Linkssozialisten, die 1956 noch 3 Mandate im Nationalrat errungen hatten und woher kamen die Stimmen der FPÖ, die erstmals 1956 antraten und auf Anhieb sechs Mandate erreichten? Wer waren die WählerInnen, die der ÖVP 1966 und der SPÖ 1971 eine absolute Mehrheit verschafften? Wen hatten diejenigen vorher gewählt, die 1986 die Grünen und 1994 das Liberale Forum ins Parlament brachten? 2013 gab es die geringste Wahlbeteiligung, welche WählerInnen entschieden sich von der Wahl fern zu bleiben?

Eine Interaktive, digitale Reise in die Geschichte der Wählerdynamik

In einem umfangreichen vom Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung geförderten Forschungsprojekt hat das SORA Institut diese fehlenden Daten rekonstruiert und erlaubt damit völlig neue Einblicke in die Demokratiegeschichte der Ersten und Zweiten Republik.

In einem interaktiven digitalen Modul wird aber nicht nur das Wahlverhalten und die dahinter liegenden Wählerströme greifbar, sondern auch andere Basisdaten zur Wahl, beispielsweise Infos zu allen Parteien und deren SpitzenkandidatInnen. Der ORF und das Parlament haben das Projekt mit Bild- und Videomaterial aus ihren umfassenden Archiven tatkräftig unterstützt.

Wie anders wählt Wien?

Eine weitere Forschungsfrage bearbeitete das SORA-Team für die Bundeshauptstadt: Wie unterscheidet sich das Wiener Wahlverhalten bei den Nationalratswahlen der vergangenen hundert Jahre? Ergebnisse in Form von Zahlen, Karten- und Bildmaterial sind online als auch im Haus der Geschichte im Rahmen  der Ausstellung „Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“ zugänglich.

Mitwirkende

  • SORA Team: Christoph Hofinger, Günther Ogris, Evelyn Hacker, Corinna Mayerl, Paul Ogris, Martina Zandonella
  • hdgö Team: Monika Sommer, Stefan Benedik, Birgit Johler, Eva Meran, Enid Wolf
  • Unterstützende Historiker: Dirk Hänisch, Nikolaus Thoman
  • Kooperationspartner für Bild- und Videomaterial: ORF, Parlamentsdirektion
  • Grafik, Gestaltung und Implementierung: datenwerk innovationsagentur GmbH
  • Medientechnik: 7reasons

Datenquellen

  • Dirk Hänisch, Thomas Hoffmann, wahldatenbank.at, BMI

FördergeberInnen

  • Bundeskanzleramt – Beirat für das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018
  • Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschun
  • Zukunftsfonds der Republik Österreich
  • Stadt Wien Kultur