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Landtagswahl Burgenland 2000


SORA hat in Kooperation mit IFES vor der burgenländischen Landtagswahl mehrere Umfragen durchgeführt. Folgende Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden:

Der Spitzenkandidat Hans Niessl, Ende des Jahres 1999 erst 26% der BurgenländerInnen ein Begriff, hat im Wahlkampf eine fast hundertprozentige Bekanntheit erreicht und hat sehr gute Imagewerte.

Die Burgenländerinnen und Burgenländer anerkennen vor allem die wirtschaftlichen Erfolge der SPÖ, aber auch ihre Anstrengungen im Bereich der Bildungspolitik.

Die Landtagswahl Burgenland im Detail

Tabelle 1: Image der Parteien

 

SPÖ

ÖVP

FPÖ

Grüne

Welche Partei setzt sich am meisten für moderne Arbeitsplätze ein?

38%

23%

8%

2%

Welche Partei setzt sich am meisten für eine gute Ausbildung der Jugend ein?

40%

26%

7%

3%

Die SPÖ wird im Burgenland immer noch von einer absoluten Mehrheit der ArbeiterInnen (62%) gewählt.

Die Diskussion um die Osterweiterung hatte keinerlei Auswirkung auf das Wahlergebnis. Eine Mehrheit von 52% hat sich zuletzt für die Osterweiterung ausgesprochen.

Die Diskussion um die Bank Burgenland half eher der SPÖ. Eine große Mehrheit (80%) der Burgenländerinnen und Burgenländer fand es unfair, dass die politischen Gegner versuchten, die Schuld für diese Affäre dem scheidenden Landeshauptmann in die Schuhe zu schieben.

Von entscheidender Bedeutung war auch die Unzufriedenheit der Burgenländerinnen und Burgenländer mit der Bundesregierung. Viele wählten die SPÖ, um einen Machtausgleich zur Bundespolitik zu erreichen. 83% aller SPÖ-WählerInnen stimmten dem Argument "Jetzt, wo es eine ÖVP-FPÖ-Bundesregierung gibt, ist es besonders wichtig, dass die SPÖ den Landeshauptmann stellt" zu.

Wählerströme

Die SPÖ hat ihren Wahlsieg im Burgenland vor allem durch ihre Mobilisierungsstärke erzielt. Fast jede/r sechste NichtwählerIn von 1996 ist diesmal für die SPÖ zur Wahl gegangen. Etwa 1700 Stimmen hat die SPÖ von der FPÖ, etwa 2500 Stimmen von der ÖVP abgezogen.

Die Verluste der SPÖ an die Grünen hielten sich in Grenzen, nur etwa 2000 ehemalige SPÖ-WählerInnen wählten diesmal Grün.

Auch die ÖVP hat nicht schlecht mobilisiert. Die Behalterate von 88% ist sehr hoch. Sie hat aber sowohl an die SPÖ als auch an die Grünen deutlich mehr Stimmen verloren, als von diesen bekommen.

Die FPÖ hat in drei Richtungen verloren. 5% ihrer Wähler sind nicht zur Wahl gegangen, 7% sind zur SPÖ gewechselt und 10% hat sie an die ÖVP abgegeben. Sie hat im Gegenzug aber wenige Stimmen gewinnen können, so dass sie einen negativen Saldo zu verzeichnen hat.

Im Burgenland ist auch den Grünen eine starke Mobilisierung ihrer ehemaligen WählerInnen gelungen. Eine Behalterate von 88% für die Grünen zeigt, dass sie ihr relativ kleines Stammwählerpublikum tatsächlich zur Wahl bringen konnte. Zugewinne kamen in erster Linie von der ÖVP (1900 Stimmen) und von der SPÖ (1700 Stimmen), aber auch durch die Tatsache, dass das Liberale Forum und andere Kleinparteien nicht mehr kandidierten.

Tabelle 1: Wählerwanderungen absolut in 1000 Stimmen

 

SPÖ '00

ÖVP '00

FPÖ '00

Grüne '00

Nichtw. '00

Gesamt

SPÖ '96

73,1

1,3

1

1,7

2,6

79,8

ÖVP '96

2,5

56,4

1,3

1,9

2,4

64,5

FPÖ '96

1,7

2,5

19,8

0,7

1,4

26,1

Grüne '96

0,1

0,3

0

3,9

0,1

4,4

LIF '96

0,1

0,3

0,1

0,6

1,4

2,5

Sonstige '96

0,1

0,4

0

0,4

0,9

1,9

Nichtw. '96

7,2

2,9

0,9

0,6

35,9

47,5

 

84,8

64,3

23,1

10

44,6

 

Beispiel: 73.100 SPÖ-WählerInnen von 1996 haben 2000 wieder SPÖ gewählt, 1.300 sind zur ÖVP gewandert, 1.000 zur FPÖ etc.

Tabelle 2: Wählerwanderungen in Prozent

 

SPÖ '00

ÖVP '00

FPÖ '00

Grüne '00

Nichtw. '00

Gesamt

SPÖ '96

91,7

1,6

1,3

2,2

3,3

100

ÖVP '96

3,9

87,5

1,9

3

3,6

100

FPÖ '96

6,6

9,8

75,7

2,7

5,2

100

Grüne '96

1,6

6,7

0,5

88,4

2,8

100

LIF '96

4,7

13,8

3,5

23,3

54,8

100

Sonstige '96

3,5

24

2,5

23,7

46,3

100

Nichtw. '96

15,1

6,2

1,8

1,3

75,5

100

Beispiel: 91,7% der SPÖ-WählerInnen von 1996 haben 2000 wieder SPÖ gewählt, 1,6% sind zur ÖVP gewandert, 1,3% zur FPÖ etc.