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Landtagswahl Tirol 2003

 

Die ÖVP erreicht bei der Landtagswahl in Tirol 49,9% der Stimmen, das ist ein Zuwachs von 2,7 Prozentpunkten. Damit verfehlt sie knapp die Hälfte der Stimmen, erreicht aber die absolute Mandats-Mehrheit. Noch mehr als die ÖVP konnten die SPÖ und vor allem die Grünen dazugewinnen: Die SPÖ verbesserte ihr Ergebnis von 1999 um 4,1 Prozentpunkte auf 25,9%. Die Grünen konnten 7,6 Prozentpunkte auf 15,6% zulegen. Die große Verliererin der Wahl ist die FPÖ mit einem Stimmenverlust von 11,6 Prozentpunkten. Sie fällt damit auf 8% und Platz vier zurück. Die Wahlbeteiligung war mit 60,9% außerordentlich niedrig.

Damit können die Grünen neben der KPÖ als einzige Partei einen wirklichen Zuwachs an Wählerstimmen verzeichnen - alle anderen Parteien haben in absoluten Stimmen bei dieser Wahl weniger WählerInnen als 1999.

Die großen Trends dieser Wahl sind:

  • Die niedrige Wahlbeteiligung, damit einhergehend
  • die hohen Verluste der ÖVP und der FPÖ an die NichtwählerInnen
  • die hohe Behalterate der Grünen in Kombination mit Zugewinnen von allen anderen Parteien

Wählerströme

Die ÖVP gewinnt bei dieser Landtagswahl am meisten Stimmen von der FPÖ (+11.000), verliert aber mehr als ein Fünftel (22%) ihrer Wählerschaft - das sind 37.000 Wählerstimmen von 1999 - an die NichtwählerInnen. Sie kann im Gegenzug nur 6.000 ehemalige NichtwählerInnen für sich mobilisieren, womit sie mit einem Saldo von -31.000 aussteigt. Somit geht die niedrige Wahlbeteiligung sehr stark auf Kosten der ÖVP, die damit auch eine für ihre Verhältnisse sehr niedrige Behalterate von 71% erreicht - das bedeutet, dass etwa jede/r vierte ÖVP-WählerIn von 1999 diesmal anders votierte oder nicht zur Wahl ging. Einen Zuwachs von 4000 Stimmen kann die ÖVP von den Sonstigen verzeichnen, die 1999 zum größten Teil aus dem LIF bestanden.

Noch gravierender sind die Stimmenverluste an die NichtwählerInnen für die FPÖ. Sie verliert mehr als die Hälfte (54%) ihrer WählerInnen von 1999 an die NichtwählerInnen - das sind 38.000 WählerInnen. Nach der Mobilisierung von 1000 NichtwählerInnen von 1999 beträgt der Saldo -37.000. Darüber hinaus verliert die FPÖ 11.000 Wählerstimmen oder 15% ihrer Wählerschaft an die ÖVP und 5.000 Stimmen (7%) an die SPÖ.

Die SPÖ kann von der ÖVP 7.000 Stimmen und von der FPÖ 5.000 Stimmen dazugewinnen. Sie verzeichnet auch im Wähleraustausch mit diesen beiden Parteien positive Salden: 4.000 Stimmen im Saldo im Austausch mit der ÖVP, 3.000 im Austausch mit der FPÖ. An die NichtwählerInnen verliert jedoch auch die SPÖ im Saldo: Sie kann 3000 NichtwählerInnen von 1999 mobilisieren, muss im Gegenzug jedoch 9.000 ehemalige SPÖ-WählerInnen an die NichtwählerInnen abgeben. Aufbauend auf einer guten Behalterate von 76% kann die SPÖ mit den Zugewinnen von ÖVP und FPÖ ihr Wahlergebnis von 1999 deutlich verbessern.

Die Grünen verdanken ihren Erfolg einer sensationellen Behalterate von 82% in Kombination mit Zugewinnen von allen anderen Parteien und den NichtwählerInnen. Vor allem die SPÖ verliert an die Grünen - sie muss 8% ihrer Wählerschaft von 1999 (6.000 Stimmen) an die Grünen abgeben, während sie im Gegenzug nur 1.000 von den Grünen gewinnen konnte. Aber auch im Wähleraustausch mit der ÖVP und mit der FPÖ steigen die Grünen mit je 1000 Stimmen im Saldo positiv aus. 4.000 Stimmen erhalten die Grünen von den Sonstigen, die 1999 zum größten Teil aus dem Liberalen Forum bestanden. Schließlich können die Grünen 6.000 NichtwählerInnen von 1999 für sich mobilisieren, während im Gegenzug lediglich 3.000 ehemalige Grün-WählerInnen nicht zur Wahl gingen.

Tabelle 1: Wählerwanderungen bei der Landtagswahl Tirol 2003, absolut in 1.000 Stimmen

 

ÖVP '03

SPÖ '03

FPÖ '03

Grüne '03

Sonst. '03

Nichtw. '03

Summe '99

ÖVP '99

120

7

3

3

0

37

169

SPÖ '99

1

60

2

6

0

9

78

FPÖ '99

11

5

15

2

0

38

70

Grüne '99

1

1

1

23

0

3

29

Sonst. '99

5

0

2

4

0

1

12

Nichtw. '99

6

3

1

6

0

109

126

Summe '03

144

75

23

44

2

196

 

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen 1999 haben 120.000 wieder ÖVP gewählt, 7.000 die SPÖ, 3.000 haben die FPÖ gewählt, etc.

Tabelle 2: Wählerwanderungen bei der Landtagswahl Tirol 2003, in Prozent

 

ÖVP '03

SPÖ '03

FPÖ '03

Grüne '03

Sonst. '03

Nichtw. '03

Summe '99

ÖVP '99

71%

4%

2%

1%

0%

22%

100%

SPÖ '99

2%

76%

2%

8%

1%

11%

100%

FPÖ '99

15%

7%

21%

3%

0%

54%

100%

Grüne '99

3%

2%

3%

82%

0%

9%

100%

Sonst. '99

38%

2%

13%

35%

3%

11%

100%

Nichtw. '99

5%

2%

1%

5%

0%

87%

100%

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen 1999 haben 71% wieder die ÖVP gewählt, 4% die SPÖ, 2% die FPÖ, etc.