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Solidarität in der Krise

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Aktueller Sozialbarometer zeigt hohe Zustimmung für bessere Absicherung bei Arbeitslosigkeit

Aus Anlass des Tags der Arbeitslosen am 30. April hat SORA im Auftrag der Volkshilfe eine repräsentative Umfrage zur Arbeitsmarktsituation durchgeführt. Wie die Ergebnisse zeigen, hat die Krise zu einer starken Solidarität in der Bevölkerung geführt.

Kirsenbedingte Sorgen um den Arbeitsplatz

Die ArbeitnehmerInnen befinden sich im Krisenmodus. Arbeiter*innen mit geringer Ausbildung, junge Menschen, Frauen und Personen ohne fixe Anstellung sind mit den größten finanziellen Einbußen konfrontiert. Mehr als 1/3 macht sich derzeit Sorgen um den Erhalt des Arbeitsplatzes. Nur 28% der Befragten machen sich „gar keine Sorgen“.

Befragte wollen bessere Absicherung bei Arbeitslosigkeit

Insgesamt spricht sich eine klare Mehrheit, mehr als sechs von zehn Befragten bzw. 63%, dafür aus, dass das Arbeitslosengeld dauerhaft existenzsichernd von derzeit 55% auf 70% des Nettoeinkommens erhöht wird. Bei Befragten, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind und bei Arbeiter*innen ist die Zustimmung zu dieser Forderung noch höher.

Mehrheit für Arbeitszeitverkürzung

Die Volkshilfe führt schon seit Jahren Sozialbarometer-Erhebungen in Kooperation mit SORA durch. Diese Zeitreihen zeigen eine steigende Tendenz der Zustimmung zur Arbeitszeitverkürzung. Derzeit sprechen sich 58% angesichts der hohen Arbeitslosigkeit für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden aus.

Höhere Entlohnung der Gesundheits- und Sozialberufe

Sie gelten als systemrelevant und sind einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt.  Die Pandemie hat auch in der breiten Bevölkerung mehr Verständnis für verbesserte Arbeitsbedingungen in diesem wichtigen Bereich ausgelöst, eine große Mehrheit von 94% fordert daher dringend eine bessere Entlohnung für Gesundheits- und Sozialberufe.

Für höhere Mindestlöhne

Im Niedriglohnsektor gibt es einen vergleichsweise hohen Anteil von Working Poor, von Menschen, die trotz Vollzeitarbeit armutsbetroffen sind. Es sind auch  viele systemrelevante Jobs, die noch immer sehr schlecht entlohnt werden. Generell spricht sich eine sehr starke Mehrheit von 88% der Menschen in Österreich für einen Mindestlohn von 1.750,- brutto für eine Vollzeitstelle aus.

Frauenspezifische Förderprogramme ausbauen

Frauen trifft die Pandemie besonders stark: Sie arbeiten in den Branchen, in denen durch die Krise besonders große Einkommens- und Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen sind, wie im Gastgewerbe.
Mehr als acht von zehn Befragte (85%) sprechen sich für den Ausbau von frauenspezifischen Förderprogrammen aus, um Benachteiligungen abzubauen. Wenngleich die Zustimmung bei den befragten Frauen etwas höher ausfällt (91%), stimmen auch nahezu acht von zehn Männern (78%) dieser Aussage zu.

Hinweise zur Studie

Armut wird gerne an den Rand gedrängt, zum Schaden von Betroffenen und Gesellschaft. Für den Volkshilfe Sozialbarometer erhebt SORA regelmäßig die Einstellung der ÖsterreicherInnen zu sozialpolitisch relevanten Themen und bringt diese so verstärkt ins Bewusstsein.
Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf 1.034 face-to-face Interviews österreichweit mit Personen ab 15 Jahren (Feldzeit von 4.3. bis 29.3.2021). Die maximale Schwankungsbreite für die dargestellten Ergebnisse liegt bei +/- 3,1%.

Mehr: https://www.volkshilfe.at/was-wir-tun/sozialbarometer/