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Landtagswahl Vorarlberg 2014

Am Sonntag, den 21 September 2013, wählte Vorarlberg einen neuen Landtag. SORA analysierte die Landtagswahl auf Basis der Daten der Wählerstromanalyse sowie der ORF/SORA/ISA Wahltagsbefragung unter 1.231 Wahlberechtigten.

Durchwachsene Stimmung im Land

Vorarlberg spürt verstärkt den Wandel: Im Vergleich zur sehr positiven Stimmung der Bevölkerung im Vorfeld der Landtagswahl 2009 zeigt die ORF/SORA/ISA Wahltagsbefragung unter 1.231 Wahlberechtigten eine Eintrübung: 38% der Befragten sagen aktuell, dass sich das Land in den letzten fünf Jahren positiv entwickelt habe. Rund ein Fünftel (21%) sehen hingegen eine negative Entwicklung, 39% sagen, dass sich nichts verändert hat.
Dabei blickt mit 54% die Mehrheit weiterhin zuversichtlich in die Zukunft Vorarlbergs; rund drei von zehn (29%) geben jedoch an, sich Sorgen zu machen.

Wichtigste Themen im Wahlkampf

Die Gegenstände dieser Sorgen zeigt der Blick auf die bedeutendsten Themen in der Wahlauseinandersetzung. Diese waren für die VorarlbergerInnen allen voran die Kosten des täglichen Lebens, gefolgt von Zuwanderung und Integration, Arbeitsplätzen sowie Wirtschaft und Wohnen/Mieten: Jeweils 50% oder mehr haben diese Themen im Wahlkampf "sehr häufig diskutiert“.

Wer hat wen gewählt?

Ausgeprägte Unterschiede nach Geschlecht und Altersgruppen

Einmal mehr zeigt die Wahltagsbefragung, dass die FPÖ überwiegend (vor allem jüngere) Männer ansprechen konnte, während die Grünen – und auch die SPÖ – überwiegend weibliche Wählerinnen haben.

Bei den WählerInnen über 60 Jahre hat insbesondere die ÖVP sehr stark abgeschnitten, sie kam hier auf 60 Prozent. Bei den jungen WählerInnen unter 30 Jahren rutschte sie hingegen auf den vierten Platz zurück, hier erzielten FPÖ, Grüne und NEOS klar bessere Ergebnisse. Die Grünen konnten zudem auch in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen ein überdurchschnittliches Resultat erreichen. Die SPÖ konnte nur bei älteren WählerInnen ein leicht besseres Ergebnis verzeichnen.

Zufriedene wählten ÖVP, Unzufriedene FPÖ

Einen massiven Stimmungsunterschied zeigt die Wahltagsbefragung zwischen ÖVP- und FPÖ-WählerInnen: So erreicht die ÖVP in der Gruppe derer, die eine positive Entwicklung Vorarlbergs sehen, 63% (FPÖ 10%).
In der Gruppe derer, die eine negative Entwicklung sehen, liegt hingegen die FPÖ mit 54% voran (ÖVP 9%).
Wer sagt, dass sich seit der letzten Wahl nichts verändert hat, wählte in etwa wie der Durchschnitt (ÖVP 40%, FPÖ 21%, Grüne 19%, SPÖ 10%, Neos 8%).

Wahlmotive

Verbleibender ÖVP-Kern von Zufriedenen

Über acht von zehn ÖVP-WählerInnen bei dieser Wahl sind StammwählerInnen (haben auch 2009 ÖVP gewählt). Sie blicken mehrheitlich zuversichtlich in die Zukunft Vorarlbergs und sehen eine positive Entwicklung des Landes.
Gewählt haben sie ihre Partei vor allem wegen des Spitzenkandidaten, der bisher geleisteten Arbeit und des Programms. Inhaltlich sehen die ÖVP-AnhängerInnen die Volkspartei führend bei den Themen Wirtschaft gefolgt von Arbeitsplätzen sowie Sicherheit/Kriminalität.

FPÖ spricht Besorgte an

Während unter den ÖVP-WählerInnen drei Viertel zuversichtlich sind, überwiegt in der FPÖ-Wählerschaft die Sorge (54% geben an, besorgt zu sein).
Wichtigste Wahlmotive für die FPÖ waren die Kontrolle von Missständen und das beste Programm (jeweils 81% Zustimmung) sowie Spitzenkandidat Dieter Egger.
Inhaltlich überzeugte die FPÖ mit ihren Konzepten zu Zuwanderung/ Integration, Sicherheit/ Kriminalität und – mit einigem Abstand in der Zustimmung – den Kosten des täglichen Lebens und den Arbeitsplätzen.

Grüne überzeugen mit Kontroll-Motiv und inhaltlichen Konzepten

Im Vergleich zur Landtagswahl 2009 konnten die Grünen diesmal auch in der bevölkerungsstarken Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen überdurchschnittlich abschneiden und ehemalige ÖVP-WählerInnen für sich gewinnen.
Wichtigste Gründe für eine Stimme für die Grünen waren das Kontrollmotiv (88% Zustimmung), gefolgt vom „besten Programm“ (80% Zustimmung).
Inhaltlich überzeugte die Partei ihre WählerInnen mit Konzepten zu den Themen Umweltschutz, Bildung/Schule und Verkehr.

SPÖ-WählerInnen von Sozialthemen bewegt

Spitzenkandidat Ritsch und das „beste Programm“ waren die wichtigsten Motive für SPÖ-WählerInnen bei dieser Wahl. Im Vordergrund standen dabei die Themen Arbeitsplätze und Wohnen/Mieten gefolgt von den Themen Gesundheit/Pflege und den Kosten des täglichen Lebens.

NEOS sollen für frischen Wind sorgen

Wichtigstes Wahlmotiv für die NEOS waren mit Abstand die „frischen und neuen Ideen für die Politik in Vorarlberg“ – fast alle NEOS-WählerInnen stimmten diesem Motiv zu. Weitere wichtige Motive waren die Kontrolle von Missständen sowie das „beste Programm“.
Inhaltlich schreiben allerdings nur bei den Themen Bildung/Schule sowie Wirtschaft eine knappe Mehrheit der NEOS-WählerInnen ihrer Partei die „besten Konzepte“ zu.