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Landtagswahl Tirol 2018

Wahlverhalten nach Alter

Tirol hat gewählt. Die ORF/SORA/ISA Wahltagsbefragung beruht auf telefonischen Interviews mit 1.210 Wahlberechtigten, die zwischen 22. und 25. Februar durchgeführt wurden (zur Methodik).

Stimmung zwischen Zufriedenheit ...

Wie die Wahltagsbefragung zeigt, herrschte bei dieser Wahl keine starke Wechselstimmung:

  • Rund die Hälfte der Befragten schätzen die Entwicklung des Landes in den vergangenen fünf Jahren als gleichbleibend ein („es hat sich nichts verändert“).
  • Ein Drittel (32%) sehen eine positive Entwicklung.
  • Im Vergleich dazu beklagen nur 17% eine negative Entwicklung. Einen großen Teil dieses Protests kann die FPÖ für sich gewinnen (46% in dieser Gruppe).

... und Zukunftssorgen

Auf der anderen Seite blicken rund vier von zehn Befragten mit Sorge in die Zukunft und meinen, dass das Leben für die heute junge Generation einmal schlechter sein wird.

  • Zwei Drittel machen sich „große Sorgen, dass sich unsere Gesellschaft immer weiter auseinander entwickelt“.
  • 73% sagen, dass man sich das „Leben in Tirol immer schwerer leisten“ könne.
  • Personen mit solchen Sorgen haben seltener ÖVP und häufiger SPÖ, FPÖ und Grüne gewählt.

Mehrheit mit bisheriger Arbeit der Landesregierung zufrieden

Mit 59% ist die Mehrheit der Tiroler Wahlberechtigten mit der Arbeit der bisherigen Landesregierung zufrieden.
Von dieser Zufriedenheit profitiert vor allem die ÖVP, die Grünen erhalten von UnterstützerInnen wie von KritikerInnen der Landesregierung gleichermaßen Stimmen. GegnerInnen der Landesregierung wählten FPÖ und – etwas weniger stark – SPÖ.

Wer hat wen gewählt

Die Wahltagsbefragung zeigt bei dieser Wahl deutliche Unterschiede im Wahlverhalten unterschiedlicher soziodemographischer Gruppen.

Unterschiede nach Alter und Geschlecht

Wie bei der Landtagswahl 2013 erzielte die ÖVP deutlich bessere Resultate unter Älteren und erreichte in der Gruppe der Ab-60-Jährigen 68% der Stimmen.

  • Frauen wählten überdurchschnittlich SPÖ und Grüne, Männer hingegen die FPÖ
  • Unter jüngeren Männern (bis 44) erhielt die FPÖ 29% (hinter der ÖVP mit 34%)
  • Die Grünen schnitten mit 25% unter jüngeren Frauen (bis 44) besonders gut ab (in dieser Gruppe praktisch gleichauf mit ÖVP und SPÖ)

Unterschiede nach Erwerbsstatus und Bildung

  • Unter ArbeiterInnen liegt bei dieser Wahl die FPÖ mit 48% der Stimmen an erster Stelle.
  • Unter Angestellten liegt die ÖVP mit 32% vor SPÖ (23%) und Grünen (16%)

In der Unterscheidung nach formaler Bildung zeigt sich, dass die ÖVP in allen Gruppen an erster Stelle liegt, mit Ausnahme der Personen mit Universitätsabschluss: In dieser Gruppe erreichten die Grünen 29% (ÖVP: 27%).

  • Insbesondere Frauen mit höherer formaler Bildung (zumindest Matura) haben die Grünen gewählt.
  • Unter Männern mit Matura schnitten die NEOS mit 15% besonders stark ab. Die ÖVP erreichte 37% in dieser Gruppe.

Wahlmotive und Themen im Wahlkampf

ÖVP überzeugt mit Spitzenkandidat und bisheriger Arbeit

Die ÖVP hat im Wahlkampf auf Kontinuität und Stabilität gesetzt. '
Für die große Mehrheit der ÖVP-WählerInnen stand ihre Entscheidung schon lange vor dem Wahltag fest. Sie sind mit der Arbeit der ÖVP zufrieden und wünschen sich eine Fortführung der Regierungsarbeit. Wichtigste Wahlmotive waren Spitzenkandidat Günther Platter, die bisherige Arbeit der ÖVP sowie die Inhalte der Partei.
Von den abgefragten politischen Themen haben sich die ÖVP-WählerInnen im Wahlkampf am ehesten mit der Transitfrage auseinandergesetzt (36% „sehr häufig diskutiert“), alle anderen Themen waren weniger wichtig.

SPÖ mit sozialen Themen und Rückenwind von Oppositionsrolle im Bund

Für die SPÖ-WählerInnen standen diesmal die Inhalte der Partei als wichtigstes Wahlmotiv im Vordergrund. Wie die abgefragten Wahlkampfthemen zeigen, ging es dabei vor allem um Sozialleistungen, Wohnen, Gesundheit und Pflege.
Am häufigsten haben die SPÖ-WählerInnen im Wahlkampf über die „Maßnahmen der Bundesregierung“ diskutiert (42% „sehr häufig“). Die Opposition gegen Schwarz-Blau in Wien war demnach ein weiterer mobilisierender Faktor für die SPÖ.

FPÖ mit Themen Zuwanderung, Sicherheit und Arbeitsplätzen

Für die FPÖ-WählerInnen war „Zuwanderung“ mit Abstand das wichtigste Thema im Wahlkampf, gefolgt von „Sicherheit“ und „Arbeitsplätzen“.
14% der Befragten FPÖ-WählerInnen gaben an, dass sie die FPÖ vor allem gewählt haben, weil sie in der künftigen Landesregierung vertreten sein soll. 11% nannten hingegen als Hauptmotiv, dass die Partei eine Kontrollfunktion ausübt und sich um Missstände kümmert.

Grüne profitieren von Last-Minute-Swing

Ebenso wie die FPÖ konnten die Grünen überdurchschnittlich viele WählerInnen erst in den letzten Tagen vor der Wahl überzeugen. Beide Parteien profitierten daher von der Diskussion über eine Richtungsentscheidung zwischen „Schwarz-Grün“ versus „Schwarz-Blau“ in Tirol.
Hinsichtlich der wichtigsten Wahlmotive stehen bei den Grün-WählerInnen klar die Inhalte im Vordergrund (für 41% wichtigstes Wahlmotiv), d.h. insbesondere die Themen Umweltschutz und Bildung.
Ebenso wie bei der SPÖ profitierte auch die Mobilisierung der Grünen von der Opposition gegen Schwarz-Blau im Bund: 49% der Grün-WählerInnen haben im Wahlkampf sehr häufig über die Maßnahmen der Bundesregierung diskutiert.

Separate Auswertungen für die anderen Parteien sind aufgrund der Stichprobengröße nicht möglich.

Welche Parteien in die nächste Regierung?

Welche Parteien sollen nach Meinung der Befragten in der nächsten Landesregierung vertreten sein?
Die ÖVP-WählerInnen sind in dieser Frage gespalten: Jeweils rund drei von zehn sprechen sich für die Zusammenarbeit der ÖVP mit SPÖ, FPÖ und den Grünen aus.

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