custom coursework writing graduate school essay writing service custom essays cheap website that will write a paper for you write my essay for me cheap editing an essay help writing papers

Landtagswahl Tirol 2008

Das Wahlverhalten der TirolerInnen bei der Landtagswahl 2008 wurde stark durch die große Unzufriedenheit mit der Bundesregierung beeinflusst, was zu starken Verlusten bei ÖVP und SPÖ führte. Dinkhauser konnte diese Stimmung für sich nutzen und geht als strahlender Sieger aus der Landtagswahl hervor. Auch die FPÖ überrascht mit einem eindeutigen Plus, während die Grünen hinter den Erwartungen bleiben.

Download

ausührliche Wahlanalyse (pdf)

Wählerströme

Die ÖVP kann 106.000 WählerInnen von 2003 halten. Der größte Verlust geht an die NichtwählerInnen (23.000 Stimmen oder 15% der ehemaligen ÖVP-WählerInnen), von denen im Gegenzug 7.000 Stimmen mobilisiert werden konnten.
7.000 Stimmen verliert die ÖVP an die Liste FRITZ, 6.000 an die SPÖ, von der aber im Gegenzug 9.000 Stimmen gewonnen werden. Der Saldo mit den Grünen ist ausgeglichen. An die FPÖ verliert die ÖVP 6.000 Stimmen, und kann gleichzeitig nur 2.000 von der FPÖ gewinnen.

Die Verluste der SPÖ sind vor allem durch eine Behalterate von nur 50% bedingt, d.h. dass die SPÖ nur jeden zweiten Wähler von 2003 auch 2008 von sich überzeugen konnte. Auch die SPÖ verliert die meisten Stimmen an die NichtwählerInnen (15.000 Stimmen oder 19% der ehemaligen SPÖ-WählerInnen), von denen sie im Gegenzug kaum gewinnen kann. 9.000 ehemalige SPÖ-WählerInnen haben diesmal ÖVP gewählt, umgekehrt konnten aber auch 6.000 Stimmen von der ÖVP gewonnen werden. Ebenfalls 9.000 Stimmen gehen an die Liste von Fritz Dinkhauser. Auch die SPÖ bilanziert ausgeglichen mit den Grünen. 5.000 Stimmen verliert die SPÖ an die FPÖ und bekommt im Gegenzug nur 1.000 Stimmen zurück.

Die Grünen haben eine ähnlich niedrige Behalterate wie die SPÖ: Sie konnten nur 49% der WählerInnen von 2003 wieder von sich überzeugen. Die Grünen verlieren je 9.000 Stimmen an die NichtwählerInnen und 8.000 an die Liste Fritz Dinkhauser. Diese Verluste können sie nur teilweise ausgleichen, durch 4.000 WählerInnen von der ÖVP und 4.000 NichtwählerInnen.

Die FPÖ konnte 2 von 3 WählerInnen von 2003 (65% oder 16.000 Stimmen) wieder mobilisieren. Die FPÖ konnte 11.000 NichtwählerInnen für sich gewinnen, 6.000 von der ÖVP und weitere 5.000 von der SPÖ. 3.000 ehemalige FPÖ-WählerInnen haben diesmal Fritz Dinkhauser gewählt.

Die Liste "Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Tirol" gewinnt die meisten Stimmen von ehemaligen NichtwählerInnen (30.000 Stimmen). 9.000 Stimmen kommen von der SPÖ, je 7.000 von ÖVP und weitere 8.000 von den Grünen. 3.000 Stimmen gewinnt Dinkhauser von der FPÖ.
Anders gesagt: 52% der Dinkhauser-WählerInnen haben 2003 nicht gewählt, 16% haben SPÖ gewählt, je 14% Grüne und 13% die ÖVP. Die restlichen 6% kommen von der FPÖ.

Die Christen und die KPÖ werden in der Wählerstromanalyse als „sonstige“ zusammengefasst. 3.000 Stimmen kommen von der ÖVP, je 2.000 von den NichtwählerInnen und den sonstigen Parteien der Landtagswahl 2003. Je 1.000 Stimmen lukrieren die Sonstigen von SPÖ und Grünen.

Durch die bei Landtagswahlen erstmals mögliche Briefwahl können im Vergleich zum Endergebnis noch leichte Verschiebungen eintreten. Die Wählerstromanalyse basiert auf dem vorläufigen Ergebnis ohne Wahlkarten.

Tabelle 1: Wählerwanderungen von der Landtagswahl 2003 zur Landtagswahl 2008 in Tirol, absolut in 1.000 Stimmen, ohne Wahlkarten

ÖVP '08

SPÖ '08

Grüne '08

FPÖ '08

FRITZ
 '08

Sonst. '08

Nichtw. '03

Summe '03

ÖVP '03

106

6

4

6

7

3

23

155

SPÖ '03

9

40

1

5

9

1

15

81

Grüne '03

4

1

24

1

8

1

9

49

FPÖ '03

2

1

0

16

3

0

2

2

Sonst. '03

0

0

0

0

0

2

0

2

Nichtw. '03

7

1

4

11

30

2

154

209

Summe '08

128

50

33

40

58

8

203

521

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen 2003 haben 106.000 wieder ÖVP gewählt, 6.000 die SPÖ, 4.000 haben die Grünen gewählt, etc.

 

Tabelle 2: Wählerwanderungen von der Landtagswahl 2003 zur Landtagswahl 2008 in Tirol, in Prozent, ohne Wahlkarten

ÖVP '08

SPÖ '08

Grüne '08

FPÖ '08

FRITZ
 '08

Sonst. '08

Nichtw. '08

Summe '03

ÖVP '03

68%

4%

3%

4%

5%

2%

15%

100%

SPÖ '03

11%

50%

1%

6%

11%

1%

19%

100%

Grüne '03

9%

2%

49%

2%

17%

2%

18%

100%

FPÖ '03

8%

4%

0%

65%

13%

0%

9%

100%

Sonst. '03

0%

0%

0%

0%

0%

100%

0%

100%

Nichtw. '03

3%

0%

2%

5%

14%

1%

74%

100%

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen 2003 haben 68% wieder die ÖVP gewählt, 4% die SPÖ, 3% die Grünen etc.