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Landtagswahl Oberösterreich 2009

SORA analysierte die Landtagswahl auf Basis der Daten der Wählerstromanalyse sowie der ISA/SORA Wahltagsbefragung unter über 1.000 Wahlberechtigten. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die ÖVP kann ihr Ergebnis von 2003 um 3,4% auf 46,8% der Stimmen verbessern. Stärkstes Wahlmotiv für ÖVP-WählerInnen ist der Wunsch, Josef Pühringer solle Landeshauptmann bleiben
  • Mit hohen Verlusten an FPÖ und ÖVP sackt die SPÖ auf 24,9% der Stimmen ab und ist ähnlich wie in Vorarlberg auf Kernwählerschichten reduziert
  • Die FPÖ kann einen Teil ihres Verlustes von 2003 wettmachen und gewinnt vor allem von der SPÖ dazu
  • Die Grünen bleiben gegenüber 2003 stabil. Sie mobilisieren besonders ehemalige NichtwählerInnen sowie überdurchschnittlich viele junge WählerInnen sowie Frauen.
  • Das BZÖ verfehlt mit 2,8% wie in Vorarlberg auch in Oberösterreich den Einzug in den Landtag

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Grafiken Wahltagsbefragung (pdf, ~111KB),
ausührliche Wahlanalyse (pdf, ~78KB).

Die Landtagswahl Oberösterreich im Detail

ÖVP bestes Ergebnis seit 1985

Die ÖVP kann ihre WählerInnen von 2003 auch bei dieser Landtagswahl wieder mobilisieren: Neun von zehn WählerInnen von 2003 wählten auch 2009 wieder ÖVP. Die größten Zugewinne hat die ÖVP von der SPÖ (33.000 Stimmen), an die sie im Gegenzug nur 2.000 Stimmen abgibt.

Die ÖVP punktet damit, dass die WählerInnen die Arbeit der ÖVP und des Landeshauptmannes in Oberösterreich fortgesetzt sehen wollen. Das mit Abstand stärkste Motiv, ÖVP zu wählen, war bei der Landtagswahl der Wunsch, Josef Pühringer solle Landeshauptmann bleiben. Über 91% Prozent der ÖVP-Wähler stimmten diesem Motiv sehr zu.

SPÖ sackt auf Kernwählerschichten ab

Die SPÖ verliert bei dieser Landtagswahl ihre Stimmengewinne von 2003 wieder und rutscht unter das Niveau von 1997 ab. Die größte Wählerwanderung geht an die FPÖ (45.000 Stimmen), von der die SPÖ im Gegenzug nur 2.000 Stimmen für sich gewinnen kann. An die ÖVP gehen im Saldo 31.000 Stimmen verloren, 14.000 SPÖ-WählerInnen von 2003 sind dieses Mal nicht zur Wahl gegangen.

Die SPÖ konnte ihre WählerInnen vor allem mit dem Einsatz für ArbeiternehmerInnen überzeugen. Das Stammwähler-Motiv und der Einsatz gegen Privatisierungen waren ebenfalls wichtig.

FPÖ mobilisiert weniger stark als in Vorarlberg

Die FPÖ, die im Jahr 2003 noch deutlich an die NichtwählerInnen verloren hatte, konnte diese Verluste teilweise kompensieren. Der größte Wählerstrom kommt allerdings mit 45.000 Stimmen von der SPÖ.

Die FPÖ wurde vor allem wegen der von ihr propagierten Themen gewählt, wozu auch das Auftreten gegen Zuwanderung zählte. Auch der Wunsch, dass die Partei einen Landesregierungssitz bekommt, war für ihre WählerInnen ein Motiv.

Grüne bleiben stabil

Obwohl die Grünen einen erheblichen Anteil ihrer WählerInnen von 2003 an die ÖVP verloren haben (im Saldo 7.000 Stimmen), konnten sie dies durch Zugewinne von den anderen Parteien, vor allem aber von den NichtwählerInnen wettmachen: 20.000 Personen, die 2003 nicht zur Wahl gegangen waren, haben sich diesmal für die Grünen entschieden.

Mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz punkteten die Grünen bei ihren WählerInnen stark; auch die Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition war ein wichtiges Motive für eine Stimme für die Grünen. Der Verbleib in einer Koalition mit der ÖVP wird von drei Viertel der Grün-WählerInnen befürwortet.

BZÖ schafft Einzug in Landtag nicht

Keinen Erfolg hatte das „BZÖ – Liste Uschi Haubner“, das mit 2,8% der Stimmen den Einzug in den Landtag klar verfehlte.

Ein Signal für die Bundespolitik?

Nur wenige WählerInnen (13%) begründen ihre Wahlentscheidung mit der Bundespolitik. Auffällig ist aber, dass gerade FPÖ-WählerInnen auch die bundespolitische Lage als wichtig für ihre Wahlentscheidung angeben. Das bedeutet also, dass zwar die FPÖ auch durch ihre bundespolitisches Auftreten gepunktet hat, die Gewinne der ÖVP bzw. die Verluste der SPÖ aber nur wenig auf die Bundespolitik zurückzuführen sein dürften.

Wählerströme

Die ÖVP kann ihre WählerInnen von 2003 auch bei dieser Landtagswahl wieder mobilisieren. Ihre Behalterate liegt bei 93%, das heißt mehr als neun von zehn WählerInnen von 2003 wählten auch 2009 wieder ÖVP. Die größten Zugewinne hat die ÖVP von der SPÖ (33.000 Stimmen), an die sie im Gegenzug nur 2.000 Stimmen abgibt. Der Zugewinn von den NichtwählerInnen von 2003 beträgt im Saldo 29.000 Stimmen, jener von den Grünen 7.000 Stimmen. Der Austausch mit der FPÖ ist annähernd ausgeglichen (1.000 Stimmen verliert die ÖVP im Saldo an die FPÖ). 3.000 ÖVP-WählerInnen von 2003 haben sich dieses Mal für das BZÖ entschieden.

Die SPÖ verliert bei dieser Landtagswahl ihre Stimmengewinne von 2003 wieder und rutscht sogar unter das Niveau von 1997 ab. Das Problem der SPÖ war aber weniger die Mobilisierung – die Verluste ans Nichtwählen halten sich in Grenzen – sondern der direkte Stimmverlust an die anderen Parteien.Die größte Wählerwanderung geht an die FPÖ (45.000 Stimmen), von der die SPÖ im Gegenzug nur 2.000 Stimmen für sich gewinnen kann. An die ÖVP gehen im Saldo 31.000 Stimmen verloren, an das BZÖ 6.000 Stimmen. 12.000 SPÖ-WählerInnen von 2003 sind dieses Mal nicht zur Wahl gegangen. Mit einer Behalterate von 66% haben weniger als sieben von zehn WählerInnen von 2003 bei dieser Wahl wieder für die SPÖ gestimmt.

Die FPÖ, die im Jahr 2003 noch deutlich an die NichtwählerInnen verloren hatte, konnte diese Verluste teilweise kompensieren und hat bei der Wahl 2009 wieder deutlich von den NichtwählerInnen gewonnen (32.000 Stimmen). Der größte Wählerstrom kommt mit 45.000 Stimmen von der SPÖ. 2.000 Stimmen gewinnt die FPÖ im Saldo von der ÖVP.

Obwohl die Grünen einen erheblichen Anteil ihrer WählerInnen von 2003 an die ÖVP verloren haben (im Saldo 7.000 Stimmen), konnten sie dies durch Zugewinne von den anderen Parteien, vor allem aber von den NichtwählerInnen wettmachen: 20.000 Personen, die 2003 nicht zur Wahl gegangen waren, haben sich diesmal für die Grünen entschieden. Umgekehrt sind nur 3.000 ehemalige Grün-WählerInnen bei dieser Landtagswahl zu Hause geblieben.

Wie in Vorarlberg schafft das BZÖ auch in Oberösterreich den Einzug in den Landtag nicht. Die meisten WählerInnen kann das „BZÖ – Liste Uschi Haubner“ der SPÖ und der FPÖ abspenstig machen (je 6.000 Stimmen). Ebenfalls 6.000 Stimmen kommen von den NichtwählerInnen.

Die Kommunistische Partei Österreichs und die Liste „Die Christen Oberösterreich“ werden in der Wählerstromanalyse als „sonstige“ zusammengefasst. 2.000 Stimmen kommen von der SPÖ, je 1.000 von ÖVP und Grünen sowie 3.000 von den NichtwählerInnen von 2003.

Tabelle 1: Wählerwanderungen von der Landtagswahl 2003 zur Landtagswahl 2009 in Oberösterreich, absolut in 1.000 Stimmen

ÖVP
'09

SPÖ
'09

Grüne
'09

FPÖ
'09

BZÖ
'09

Sonst.
'09

Nichtw.
'09

Summe '03

ÖVP '03

315

2

7

9

3

1

1

339

SPÖ '03

33

197

3

45

6

2

12

299

Grüne '03

14

6

44

1

1

1

3

71

FPÖ '03

8

2

1

45

6

0

5

66

Sonst. '03

0

0

3

0

1

2

0

6

Nichtw. '03

30

5

20

32

6

3

210

306

Summe '09

400

213

78

131

24

9

232

1086

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen der Landtagswahl Oberösterreich 2003 haben rund 315.000 wieder ÖVP gewählt, zur SPÖ sind 2.000 abgewandert, 7.000 haben die Grünen gewählt, usw.

 

Tabelle 2: Wählerwanderungen von der Landtagswahl 2003 zur Landtagswahl 2009 in Oberösterreich, in Prozent

ÖVP
'09

SPÖ
'09

Grüne
'09

FPÖ
'09

BZÖ
'09

Sonst.
'09

Nichtw.
'09

Summe '03

ÖVP '03

93%

1%

2%

3%

1%

0%

0%

100%

SPÖ '03

11%

66%

1%

15%

2%

1%

4%

100%

Grüne '03

20%

9%

63%

1%

1%

1%

5%

100%

FPÖ '03

11%

3%

1%

68%

9%

0%

7%

100%

Sonst. '03

0%

0%

42%

0%

22%

37%

0%

100%

Nichtw. '03

10%

2%

6%

11%

2%

1%

69%

100%

Beispiel: Von den ÖVP-WählerInnen 2003 haben 93% wieder die ÖVP gewählt, 1% die SPÖ, usw.