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Landtagswahl Burgenland 2010


Die Landtagswahl Burgenland im Detail

SORA analysierte die Landtagswahl auf Basis der Daten der Wählerstromanalyse sowie der ISA/SORA Wahltagsbefragung unter über 1.025 Wahlberechtigten.

Extreme Differenzen nach Alter und Geschlecht

Die Betrachtung des Wahlergebnisses nach Alter und Geschlecht zeigt, dass die SPÖ die jungen Männer nicht erreichen konnte. Beinahe die Hälfte von ihnen hat die ÖVP gewählt, ein gutes Viertel die FPÖ und die SPÖ liegt mit nicht einmal einem Fünftel der Stimmen auf Platz 3.

Bei den jungen Frauen hingegen liegt die SPÖ mit 52% auf Platz 1, dahinter liegen gleichauf mit je ca. 15% ÖVP, FPÖ und Grüne.

SPÖ verliert vor allem an NichtwählerInnen

Die SPÖ verliert 3,6% der Stimmen, den Großteil davon an die NichtwählerInnen. Überdurchschnittlich punkten konnte die SPÖ 2010 unter Frauen. In dieser Gruppe erzielte sie 56 Prozent, während sie bei Männern nur 40 Prozent erreichte. Bei den über 60jährigen lag die SPÖ mit 58 Prozent mit deutlichem Abstand vorne, die ÖVP erreichte in dieser Gruppe 35 Prozent.

Das wichtigste Motiv der SPÖ-WählerInnen 2010 für ihre Entscheidung war der Wunsch, dass Hans Niessl Landeshauptmann bleiben solle. 73 Prozent stimmten dieser Aussage sehr zu, während der Erhalt der absoluten Mehrheit nur für 55% eine wichtige Rolle spielte. Auch das Thema Sicherheit im Allgemeinen war für die SPÖ-WählerInnen besonders wichtig. Das Asylzentrum Eberau bzw. das Auftreten der SPÖ dagegen wurden hingegen nicht als wesentliche Wahlmotive genannt.

ÖVP bei Jungen vorne

Die ÖVP hielt ihren Mandatsstand bei Verlusten von 2,2%. Männer unter 30 gaben ihre Stimmen vor allem der ÖVP, sie ist in dieser Gruppe mit 47 Prozent stärkste Partei, insgesamt kam sie bei unter 30jährigen auf 37 Prozent. Die SPÖ erzielte in dieser Altersgruppe 29 Prozent, die FPÖ 23 und die Grünen 10 Prozent.

Der wichtigste Grund, 2010 die ÖVP zu wählen, war für ihre AnhängerInnen das Stammwählermotiv. Rund zwei Drittel bezeichneten dieses als sehr wichtig. 60 Prozent gaben als Grund für ihre Entscheidung an, dass die SPÖ die absolute Mehrheit verlieren solle. Dahinter folgten in der Reihung der Wahlmotive die Interessensvertretung (55%) und die Kompetenz der Partei in Wirtschaftsfragen (52%).

FPÖ mobilisiert NichtwählerInnen

Die FPÖ kann einen Teil ihres Verlustes von 2005 wettmachen und profitiert vor allem von ehemaligen NichtwählerInnen. Überdurchschnittlich stark schneidet sie mit 16% bei Männern ab.

Das meistgenannte Motiv für eine Stimme für die FPÖ war mit 72 Prozent das Auftreten gegen Zuwanderung. Eine große Rolle spielte weiters die Einschätzung, dass die FPÖ auf die wichtigen Themen setze und der Wunsch, dass die Partei in die Landesregierung kommen solle.

Grüne knapp an 4-Prozent-Hürde

Die Grünen erzielten am Wahltag 3,96%, konnten nach Auszählung der Wahlkarten jedoch noch mit 4,2% der Stimmen den Einzug in den Landtag schaffen. Stimmen verlieren die Grünen vor allem an die SPÖ und die NichtwählerInnen (je 2.000).

Liste Burgenland mobilisiert ehemalige NichtwählerInnen

Die Liste Burgenland schafft mit 4,0% der Stimmen knapp den Einzug in den Landtag. Ihre Stimmen gewinnt sie vor allem von ehemaligen NichtwählerInnen (4.000) sowie von der FPÖ (2.000).