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Mit der Stadt mitwachsen

Allgemeines

Forschung für die bessere Stadt ist seit SORA-Gründung eine besondere Leidenschaft.

Zu den sozialen Traditionen Wiens gehört nicht nur der Gemeindebau, sondern auch die engagierte Sozialforschung. Für das SORA-Team gehört das "Mitforschen" an der eigenen Stadt zu den Herzensanliegen. Dabei sind  Methodik und Kompetenzen von Beginn mit der dynamischen Stadtentwicklung und den Forschungsfragen und Aufgabenstellungen der KundInnen mitgewachsen.

Von der Wohnzufriedenheit …

SORA konnte bereits zwei Jahre nach der Gründung in ein großes stadtforscherisches Projekt einsteigen: Was macht Wohnzufriedenheit aus? Welche Rolle spielt die Wohnumgebung dabei? Und vor allem: Welche Maßnahmen sind je nach Gebietstyp am besten geeignet, die Stadt für ihre BewohnerInnen zu verbessern?

… bis zur Kultur

Das 1998 entwickelte statistische Modell zur Wohnzufriedenheit konnten wir in den folgenden Jahren in zahlreichen Studien für Wohnbauträger testen – und es behält nach wie vor seine Gültigkeit.

Aber auch viele andere Bereiche des städtischen Lebens konnte das SORA-Team in den vergangenen 20 Jahren beleuchten. Einige Highlights:

Soziale Trends der Stadtentwicklung: Was bedeutet der Wandel der Stadt in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Arbeit, und mit welchen dauerhaften Trends muss die Stadtplanung rechnen? – Eines der Ergebnisse: Der Wiener Gemeindebau erfüllt seine Funktion und nimmt zunehmend ärmere Bevölkerungsteile auf, doch auch sozialer Aufstieg findet im Gemeindebau im gleichen Ausmaß statt, wie in der Gesamtbevölkerung.

Mobilität: Verkehrsverhalten, Einstellungen, Emotionen, Wertewandel – SORA-Studien haben unterschiedlichste Aspekte der Mobilität in der Stadt beleuchtet. Ein Highlight der letzten Jahre war für uns die Forschung zur Umgestaltung der Mariahilfer Straße.

Kultur: Wien ist als Kulturstadt weltbekannt, aber wie nutzen die WienerInnen die vielfältigen Angebote, und welche Rolle spielen dabei soziale Unterschiede? – Erstmals liefert SORA im Auftrag der Kulturabteilung der Stadt Wien einen umfassenden Überblick. Eines der Ergebnisse: MigrantInnen der zweiten Generation zählen zu den kulturaktivsten WienerInnen.

Gemeinwesenarbeit: Drei Jahre lang durfte SORA die Arbeit von wohnpartner wissenschaftlich begleiten, um Grundlagen für die Weiterentwicklung des Angebots zu liefern, ein Projekt, das die ganze Palette sozialwissenschaftlicher Methodik forderte: Längsschnittbefragung, Tiefeninterviews, Dokumentenanalyse bis hin zur teilnehmenden Beobachtungen.

25.000 Fragebögen für BewohnerInnenzufriedenheit: Rund um das Wohnen hat SORA in den vergangenen Jahren MieterInnen befragt, Kundenkontakte evaluiert, Gemeinschaftseinrichtungen und Zusammenleben beforscht und die Weiterentwicklung großer Anlagen begleitet. – Ein methodisches Highlight: die Abwicklung einer schriftlichen Befragung in 25.000 GESIBA-Haushalten.

Innovationen in der Sozialraumanalyse: Stadt ist sozialer Raum, der durch vielfältige Indikatoren beschrieben wird, von Bevölkerungs- und Geodaten bis hin zu Mikrozensus und Sozialraumatlas. – Um mit der Fülle der Daten nicht den Blick aufs Gesamtbild zu verlieren, arbeitet SORA vor allem an der Zusammenführung der Strukturdaten mit den in die Tiefe gehenden soziologischen Methoden aus Umfragen, Tiefeninterviews und Beobachtungen.