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BJV-Studie: Jugendarbeit macht stark

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Junges Engagement wirkt sich positiv auf junge Menschen und Gesellschaft aus.

Im Auftrag der Bundesjugendvertretung und zehn ihrer Mitgliederorganisationen hat SORA eine Studie zur Wirkung der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit durchgeführt. Insgesamt wurden rund 2.000 Mitglieder von Jugendorganisationen online befragt, davon 1.053 Mitglieder im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Die Befragung fand im Zeitraum Juli bis September 2022 statt. Die Ergebnisse der 15 bis 24-jährigen Mitglieder wurden mit einer repräsentativen Stichprobe von 215 Jugendlichen und jungen Erwachsenen derselben Altersgruppe verglichen.

Jugendarbeit stärkt Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit

Die verbandliche Jugendarbeit stärkt junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein und der Selbstwirksamkeit: Mitglieder der verbandlichen Jugendarbeit sind häufiger der Meinung, dass sie eine Reihe guter Eigenschaften besitzen (95% stimmen zu; Jugendliche insgesamt zu 80%) und halten sich öfter für einen wertvollen Menschen als Jugendliche insgesamt (88% stimmen zu; Jugendliche insgesamt 74%). Außerdem zeigen sie mehr Teamfähigkeit und Führungsbereitschaft als Jugendliche allgemein.

Die verbandliche Jugendarbeit bietet Halt in Krisenzeiten

Bereits vor Corona verfügten junge Menschen aus Kinder- und Jugendorganisationen über bessere psychische Gesundheit. Vier von zehn Mitgliedern (38%) bezeichnen ihre psychische Gesundheit vor der Pandemie als sehr gut, ein weiteres Drittel (33%) als eher gut. Sie sind während der Pandemie besser zurechtgekommen als Jugendliche im Allgemeinen, indem sie seltener unter Niedergeschlagenheit, Schwermut und Hoffnungslosigkeit litten. Die Aktivitäten in der Jugendarbeit gaben ihnen zusätzlich Halt.

Gesellschaftliche Auswirkungen: Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Zugehörigkeit

Junge Menschen, die in Kinder- und Jugendorganisationen aktiv sind, haben ein ausgeprägteres Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus verfügen sie über ein deutlich stärkeres Demokratiebewusstsein und ein Gefühl der Zugehörigkeit zur österreichischen Gesellschaft.
Neun von zehn Mitgliedern sind der Meinung, dass die Demokratie die beste Staatsform ist und fühlen sie sich als Teil der österreichischen Gesellschaft. Unter den Jugendlichen insgesamt sind nur acht von zehn der Meinung, dass die Demokratie die beste Staatsform ist. 95% der Mitglieder stimmen zu, dass wir Verantwortung dafür tragen, nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen (Jugendliche: 84%). Weiters sagen 96% der Mitglieder, dass wir nicht mehr Ressourcen verbrauchen dürfen als nachwachsen können (Jugendliche: 78%).