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Beschäftigungschancen von FH-AbsolventInnen (2008-2009)

Projekte

Gute Beschäftigungschancen für AbsolventInnen technischer Studienrichtungen

AbsolventInnen technischer Studien sind am Arbeitsmarkt weiterhin besonders gefragt. Im direkten Vergleich zwischen AbsolventInnen der Unis und der Fachschulen sind erstere hinsichtlich Verdienst und Jobchancen leicht im Vorteil. Als besonders krisensicher erweist sich ein Abschluss im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie.

In einem weiteren Projekt zur Studie „Berufseinstieg von AkademikerInnen“ untersuchten SORA und abif im Auftrag des AMS den Berufseinstieg und die Beschäftigungschancen von FH-AbsolventInnen technischer Studienrichtungen. Ausgewählt wurden insbesondere Studienrichtungen, die auch aufgrund der großen Zahl von AbsolventInnen eine hohe Relevanz für den Arbeitsmarkt aufweisen:

  • Maschinenbau / Fahrzeugtechnik / Produktionstechnik / Luftfahrt
  • Elektronik / Elektrotechnik
  • Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
  • Biotechnologie
  • Bauingenieurwesen / Architektur

Der Endbericht des Projekts steht hier zum Download zur Verfügung (PDF, 1,17MB).

Ergebnisse der Fragebogen-Umfrage

Von den 510 befragten FH-AbsolventInnen geben insgesamt 72% an, bisher keine Probleme bei der Stellensuche gehabt zu haben. Am häufigsten werden von den befragten MaschinenbauerInnen (43%), BiotechnologInnen (34%) und ElektronikerInnen (31%) Probleme bei der Stellensuche genannt.

Fast alle befragten FH-AbsolventInnen sind facheinschlägig beschäftigt, 79% sind in einer unbefristeten Vollzeitanstellung: In vier der fünf Gruppen nennen über 90% eine studieneinschlägige Tätigkeit. Nur unter BiotechnologInnen ist der Anteil studienfern Beschäftigter mit 26% hoch.

Die besten Beschäftigungschancen verzeichnen FH-AbsolventInnen der Fächergruppe IKT. Sie sind am häufigsten in unbefristeten Anstellungsverhältnissen (86%) vorzufinden und sind am zufriedensten mit ihrer gegenwärtigen Beschäftigungssituation. – Nicht einmal die gegenwärtige Wirtschaftskrise zieht den im Zuge des Projekts befragten Arbeitsmarkt-ExpertInnen zufolge einen Beschäftigungseinbruch nach sich. Im Gegenteil, es eröffnen sich für IKT-AbsolventInnen dadurch neue Beschäftigungsfelder.

Ebenso gute Beschäftigungschancen sind für AbsolventInnen der Fächergruppe Bauingenieurwesen / Architektur festzustellen. Sie gehören zu den Bestverdienern unter den Befragten und geben gemeinsam mit den IKT-AbsolventInnen am häufigsten an, bisher keine Schwierigkeiten bei der Stellensuche gehabt zu haben (jeweils 79%).

Vergleich mit Uni-AbsolventInnen

Weiteren Aufschluss gab der Vergleich der Ergebnisse mit den Daten einer Befragung von UniversitätsabsolventInnen, die von den Forschungsinstituten abif und SORA im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) im Frühjahr 2009 durchgeführt wurde.

Demnach geben Uni-AbsolventInnen noch häufiger als FH-AbsolventInnen an, bisher keine Schwierigkeiten bei der Stellensuche gehabt zu haben (Uni: 80%, FH: 72%). Sie erzielen weiters im Schnitt ein höheres mittleres Nettoeinkommen und sind rückblickend mit ihrer Studienwahl deutlich zufriedener (Uni: 83%, FH: 72%).

Zur Methodik der Studie

SORA und abif kombinierten für diese Studie eine quantitative Befragung von FH-AbsolventInnen mit einer qualitativen ExpertInnenbefragung unter Personalverantwortlichen, ArbeitsmarktexpertInnen und FH-StudiengangsleiterInnen. Weiters wurden vorliegende sekundärstatistische Daten zur Entwicklung des Arbeitsmarkts und zur Beschäftigungsstruktur ausgewertet. An der Erhebung haben ingesamt 510 FH-AbsolventInnen, deren Abschluss 1 bis maximal 4 Jahre zurückliegt, teilgenommen.