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Analyse der Wählerströme bei den Landtagswahlen und BundespräsidentInnenwahlen

Publikationen

Salfinger, Brigitte / Breitenfelder, Ursula / Reichmann, Alexander (2005): Bewegung auf allen Ebenen. Analyse der Wählerströme bei den Landtagswahlen in Salzburg, Kärnten und Vorarlberg, bei den BundespräsidentInnenwahlen sowie bei der Wahl zum Europäischen Parlament, in: Khol, Andreas / Ofner, Günther / Burkert-Dottolo, Günther / Karner, Stefan (Hg.): Österreichisches Jahrbuch für Politik 2004, Wien und München: Verlag für Geschichte und Politik / Oldenbourg, S. 81-104.

Bewegung auf allen Ebenen

Das Frühjahr 2004 war geprägt von den beiden Landtagswahlen in Salzburg und in Kärnten sowie von der BundespräsidentInnenwahl. Mitte Juni fanden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Schließlich wurde im Herbst der Landtag in Vorarlberg gewählt. 

Brigitte Salfinger, Ursula Breitenfelder und Alexander Reichmann analysieren im Österreichischen Jahrbuch für Politik 2004 die Wählerströme der Wahlen 2004 und erklären die wichtigsten Trends und Wählerdynamiken 2004. Außerdem wird die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen in Österreich im EU-weiten Kontext dargestellt.

Die Trends der Wahlen 2004

Kennzeichnend für das Wahljahr war die sinkende Wahlbeteiligung mit Ausnahme der Landtagswahl Salzburg. Die SPÖ verstand es besser ihre WählerInnen zu mobilisieren als andere Parteien - am stärksten in Salzburg und bei der Wahl um das höchste Amt im Staat. 

Äußerst erfolgreich verlief für die ÖVP am 19. September die Wahl in Vorarlberg, die ihr die absolute Mehrheit brachte. Hier zeigte sich eine Fortsetzung des Trends der Landtagswahl Tirol: Absolute Mehrheit für die ÖVP bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung. 

Der "Abstieg" der FPÖ seit der Nationalratswahl 2002 setzte sich auch bei den Landtagswahlen in Salzburg und in Vorarlberg sowie bei den Wahlen zum Europäischen Parlament fort. Kärnten hingegen blieb Jörg Haider treu. 

Ein weiterer Trend lässt sich aus den Wahlresultaten ablesen: Die Grünen verzeichneten kontinuierliche Zugewinne bei allen Wahlen, bei denen sie angetreten sind.