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An wen hat die ÖVP Stimmen verloren?

Wahlen

SORA-Wählerstromanalyse im Auftrag des ORF

Tirol hat gewählt. Die SORA-Wählerstromanalyse, durchgeführt im Auftrag des ORF, beleuchtet die Wähler:innenwanderungen ausgehend von der Landtagswahl 2018.

Zentrale Trends:

  • Die Verluste der ÖVP gehen in alle Richtungen, außer an die Grünen
  • Die SPÖ gewinnt 16.000 Stimmen von der ÖVP, verliert an FRITZ
  • Die FPÖ ist im Wähler:innenaustausch mit der ÖVP positiv und konnte zudem 15.000 Nichtwähler:innen mobilisieren
  • Die Liste FRITZ hat ihre Zugewinne vor allem von ÖVP und SPÖ-Wähler:innen
  • NEOS gewinnen von der ÖVP mehr Stimmen als sie an die ÖVP verlieren

Wählerströme im Detail

Die ÖVP kann 69% ihrer Wähler:innen von 2018 wieder überzeugen. Sie verliert 16.000 Stimmen an die SPÖ, 9.000 an die Freiheitlichen, 6.000 an die Liste FRITZ und 5.000 an die NEOS. Einen Teil dieser Verluste gleicht die ÖVP durch mobilisierte Nichtwähler:innen aus (8.000). 4.000 ÖVP-Wähler:innen von 2018 sind diesmal nicht zur Wahl gegangen.

Die SPÖ kann 61% der Wähler:innen von 2018 mobilisieren. Die SPÖ verliert an die Liste FRITZ 6.000 Stimmen und an die Grünen 3.000. Sie kann diese Verluste durch die Zugewinne von der ÖVP mehr als ausgleichen. 16.000 ehemalige ÖVP-Wähler:innen gaben der SPÖ ihre Stimme.

Die FPÖ überzeugt rund 36.000 (72%) ihrer Wähler:innen von 2018 erneut. Die FPÖ ist im Wähler:innenaustausch mit der ÖVP positiv und konnte zudem 15.000 Nichtwähler:innen mobilisieren.

Die Grünen können rund 20.000 (58%) ihrer Wähler:innen von 2018 mobilisieren. Sie gewinnen vor allem von ehemaligen Nichtwähler:innen. Netto gewinnen sie von ehemaligen Nichtwähler:innen 1.000 Stimmen. Sie verlieren je 3.000 Stimmen an die ÖVP und NEOS.

Die Liste FRITZ überzeugt 11.000 (65%) ihrer Wähler:innen von 2018 erneut. Zugewinne erzielt die Liste FRITZ vor allem von der ÖVP und der SPÖ (je 6.000 Stimmen). Stimmenverluste gehen vor allem an NEOS (2.000).  

Die NEOS schaffen den erneuten Einzug in den Tiroler Landtag. Sie konnten 40% ihrer Wähler:innen von 2018 wieder für sich gewinnen. Weitere 5.000 kommen von der ÖVP, sie gewinnen von der ÖVP mehr Stimmen als sie an die ÖVP verlieren.

Die MFG verpasst den Einzug in den Landtag.