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Jugend in Wien

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Hohe Lebenszufriedenheit doch wachsende Belastungen

Die überwiegende Mehrheit der jungen WienerInnen zwischen 15 und 30 lebt gerne in ihrer Stadt und die allgemeine Lebenszufriedenheit ist hoch (43 Prozent sind "sehr zufrieden" und ebenso viele "zufrieden"). Auf der anderen Seite sind einige Gruppen verstärkt mit Risiken wie prekären Dienstverhältnissen oder einer schwierigen Wohnungssituation konfrontiert.

Benachteiligungen und Prekaritätsrisiken

Beinahe ein Drittel der Wiener Jugendlichen und jungen Erwachsenen lebt an bzw. unter der Armutsgefährdungsschwelle. Von sich aus sagt etwa ein Fünftel der jungen WienerInnen, schlecht mit dem Haushaltseinkommen auszukommen.

Indikatoren für prekäre Lebenslagen zeigen, in welche Bereichen junge WienerInnen mit besonders schwierigen Umständen zu kämpfen haben. So sind unter den Berufstätigen mehr als ein Drittel in Teilzeitbeschäftigung, ein Viertel arbeitet überqualifiziert und 17 Prozent stehen in einem befristeten Dienstverhältnis.
Weitere Schwierigkeiten entstehen beim Verlassen des Elternhauses:  Drei von zehn leben in einem befristeten Mietverhältnis, ein Viertel hat mit erhöhten Wohnkosten zu kämpfen und über ein Drittel (36%) der jungen Haushalte mit Kindern leben auf zu knappem Wohnraum.

Junge MigrantInnen der ersten Generation verstärkt betroffen

Von den untersuchten sechs "Prekaritätsrisiken" in den Bereichen Beschäftigung und Wohnen sind zahlreiche Personen mehrfach betroffen: 41 Prozent der Berufstätigen in Teilzeit sind beispielsweise überqualifiziert. Ein Drittel der jungen WienerInnen mit befristeten Dienstverträgen hat gleichzeitig einen befristeten Mietvertrag.
Insbesondere junge Zuwanderer haben es oft schwer: Sie sind überdurchschnittlich häufig überqualifiziert und zugleich mit schwierigen Wohnverhältnissen konfrontiert; fast die Hälfte (48%) in dieser Gruppe ist armutsgefährdet.

Die Studie zum Download

Um die Situation von jungen Menschen in Wien zu untersuchen, führte SORA im Auftrag der AK Wien Sekundärdatenanalysen auf Basis der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudien durch. Diese Datenbestände aus den Jahren 2003, 2008 und 2013 wurden mit einem spezifischen Fokus auf junge WienerInnen neu aufbereitet und ausgewertet.