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News

Frauen verdienen weniger

Arbeitsklima Index

Mehr als die Hälfte kommt kaum über die Runden – Schere zwischen Geschlechtern geht auf.

Nach wie vor besteht ein großes Gefälle zwischen den Geschlechtern: Frauen verdienen im Schnitt deutlich weniger als Männer und kommen schwerer mit ihrem Einkommen aus.

Ursachen Teilzeitbeschäftigung, Branchen

Gründe sind u.a. die ungleiche Aufteilung von Erwerbs- und Hausarbeit, der deutlich höhere Anteil an Teilzeitbeschäftigung bei Frauen sowie eine nach wie vor starke Branchensegregation auf dem Arbeitsmarkt. Das heißt, Frauen arbeiten häufiger in jenen Branchen, die niedrigere Löhne und Gehälter aufweisen.

Alleinerzieherinnen besonders betroffen

Besonders häufig geraten alleinstehende Frauen und Alleinerzieherinnen in die Armutsfalle: Zwei Drittel aller geschiedenen oder getrennt lebenden Frauen sowie sieben von zehn Alleinerzieherinnen kommen kaum oder gar nicht mit ihrem Erwerbseinkommen aus.
Aber auch Frauen in einer Partnerschaft verdienen oftmals deutlich weniger als Männer, weil viele von ihnen die Arbeitszeit reduzieren, um sich um die Kinder und pflegebedürftige Angehörige zu kümmern oder um den Großteil der Hausarbeit zu verrichten.

Schere zwischen den Geschlechtern geht auseinander

Die Langzeitanalyse des Arbeitsklima Index zeigt insbesondere seit 2015 einen wachsenden Gender Gap. So waren es vor zehn und vor 20 Jahren „nur“ um 10 Prozentpunkte mehr Frauen als Männer, die mit dem Einkommen schwer oder kaum auskamen. In der aktuellen Erhebung ist dieser Unterschied auf 14 Prozentpunkte angewachsen.

Gender Gap steigt mit zunehmendem Alter

Generell kommen Beschäftigte zwischen 36 und 50 Jahren am besten mit ihrem Einkommen aus, am schlechtesten Jüngere zwischen 21 und 30.
Allerdings ist dieser Einkommensgewinn mit dem Alter für Männer ausgeprägter als für Frauen. Im Ergebnis ist der Gender Gap daher unter den älteren Beschäftigten ab 46 Jahren am stärksten und beträgt aktuell 17 Prozentpunkte.