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Der unsichere Weg in die Gesellschaft

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Aktuelle SORA Forschung zur jungen Generation

Junge Menschen treten heute zu teils völlig anderen Bedingungen in die Arbeitswelt ein als frühere Generationen. Längere Ausbildungszeiten, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitslosigkeit gehören für viele zum Erwachsenwerden dazu. Wie gelingt jungen Menschen der Schritt von der Ausbildung in die Arbeit? Wie erleben sie die Arbeitswelt und welche Erwartungen haben sie für die kommenden Jahre?

„Wie werden wir arbeiten?“

Im Auftrag der Arbeiterkammer Wien untersuchte SORA im Herbst 2016 die Sicht junger ArbeitnehmerInnen auf die Arbeitswelt von heute und morgen. Im Fokus standen Trends wie die zunehmende Flexibilisierung, „Entgrenzung“ und Subjektivierung von Arbeit, neue Arbeitsformen oder die Umwälzungen durch die Digitalisierung der Produktion („Industrie 4.0“).

Die Befragung von rund 1.000 jungen Erwerbstätigen und Lehrlingen hat u.a. gezeigt, dass nur noch rund ein Drittel in überwiegend abgesicherten Arbeitsverhältnissen arbeitet.
Während vor allem junge Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen die Trends der Arbeitswelt weitestgehend positiv für sich nutzen können, zählen niedrigqualifizierte junge Menschen, Frauen und MigrantInnen häufiger zur Gruppe jener, die negativ davon betroffen sind.

Für die Zukunft rechnen die meisten jungen Erwachsenen mit einem steigendem Leistungsdruck, laufendem Weiterbildungsbedarf, einer wachsenden Autonomie und einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Zukunftspessimismus auch unter den Jungen

Auch die letztes Jahr im Auftrag des ORF durchgeführte Onlineumfrage „Generation What“ hatte Jugendliche und junge Menschen im Fokus. Dass sich erst mit Ende 20 knapp mehr die Hälfte aller Befragten in Österreich als erwachsen bezeichnen würden, zeigt auch, dass die Jugendphase in den letzten Jahrzehnten deutlich länger geworden ist.

Auffällig war in dieser Studie, die auf zahlreiche Einstellungen und Erwartungen der jungen Generation einging, ein hoher Zukunftspessimismus angesichts nahender Entwicklungen: 4 von 10 Befragten blicken pessimistisch in die eigene Zukunft; und sogar 56% glauben, dass das Leben ihrer Kinder im Vergleich schlechter ausfallen wird.
Im Bildungssystem machen die jungen Menschen sehr unterschiedliche Erfahrungen, diese prägen jedoch ihr weiteres Leben und ihre Einstellungen, auch die Arbeitssituation.

Fünfte Befragungswelle des „Ausbildungs- und Berufseinstiegspanels“ abgeschlossen

2011 hat SORA im Auftrag des Sozial- und Unterrichtsministeriums erstmals in Österreich eine Panelerhebung unter HauptschülerInnen der 8. Schulstufe durchgeführt: Knapp 4.000 Hauptschüler und Hauptschülerinnen wurden zu ihren Bildungsplänen und Berufswünschen befragt. In drei Folgebefragungen wurden die Jugendliche auf ihren Wegen nach der Haupt- und Pflichtschule begleitet. (zu den Ergebnissen)

Vor kurzem wurde die fünfte Befragungswelle abgeschlossen. Die mittlerweile großteils 18- und 19-jährigen jungen Erwachsenen antworteten darin auf Fragen zu ihrem Ausbildungsende, ihren Erfahrungen am Arbeitsmarkt und ihren weiteren Plänen. Die Ergebnisse liegen im Herbst vor.