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News

4 von 10 Gemeinden ohne Betreuungsangebot für die Kleinsten

Projekte

Gleichstellungsindex präsentiert umfassende Daten zur Vereinbarkeit in Österreich

Im Auftrag des Österreichischen Städtebund hat SORA umfassende Daten zur Gleichstellung in allen Städten und Gemeinden zusammengetragen. Der erste Städtebund-Gleichstellungsindex wurde am 3. März in Wien präsentiert. - Regionaler Aufholbedarf

4 von 10 Gemeinden  haben kein Kinderbetreuungsangebot für die Kleinsten

Die institutionelle Kinderbetreuung ist einer der zentralen Pfeiler aus Gleichstellungsperspektive. Dabei ist insbesondere das Kinderbetreuungsangebot für die 0- bis 3-Jährigen noch ausbaufähig: In 38% der Gemeinden gibt es kein Betreuungsangebot für 0- bis 3-Jährige. (Datengrundlage: 1.838 Gemeinden, exklusive Tirol)

Dabei entscheiden nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Ausgestaltung der Kinderbetreuungseinrichtungen darüber (z.B. die Öffnungszeiten), ob sich Familie und Beruf miteinander vereinbaren lassen. Der Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf (VIF)  gibt über diese "Vereinbarkeits-Tauglichkeit" Auskunft:

  • Insgesamt erfüllen 62% der Kinderkrippen die höchsten VIF-Kriterien, 20% die zweithöchsten.
  • Während es also in insgesamt 92% der österreichischen Gemeinden einen Kindergarten gibt, erfüllen diese jedoch selten die höchsten VIF-Kriterien: Nur 36% der Kindergärten sind mit einer Vollzeittätigkeit laut VIF-Indikator vereinbar.

Teilzeitarbeit ist nach wie vor weiblich

Auch in der Teilzeitquote zwischen Männern und Frauen hinkt Österreich hinterher: Im Durchschnitt der Gemeinden sind 55% der Frauen, aber nur 10% der Männer in Teilzeit beschäftigt. 

Die Annäherung der männlichen und weiblichen Teilzeitquoten ist deshalb besonders wichtig, da Zusammenhänge mit anderen Bereichen der Gleichstellung bestehen wie beispielsweise dem Bildungsgefälle, der Erreichbarkeit regionaler Zentren oder der Verfügbarkeit hochqualitativer Kinderbetreuung: Die Teilzeitquoten von Männern und Frauen nähern sich also in jenen Gemeinden eher aneinander an, in denen hochqualitative Kinderbetreuung verfügbar ist oder Frauen auch ohne Auto mobil sein können.

Lesen Sie hier mehr zum Gleichstellungsindex im Bundesländervergleich.

Dem Index liegen insgesamt 22 Indikatoren zugrunde, die wiederum neun Dimensionen zugeordnet sind – darunter etwa die Repräsentation, der Gewaltschutz oder die Kinderbetreuung und Mobilität. Sowohl die 22 Indikatoren als auch die neun Dimensionen können Werte zwischen 0 und 100 annehmen.
Der Städtebund-Gleichstellungsindex dient als regelmäßiges Instrument zur Messung von Gleichstellung in den österreichischen Städten und Gemeinden und soll alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Kontakt und Rückfragen
Janine Heinz, jh@sora.at  01 / 585 33 44 – 44