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Prozessbegleitende Evaluierung

Evaluieren heißt hinschauen, miteinander reden, und Lösungen entwickeln. Prozessbegleitend kann das häufig besonders gut gelingen.

Von Unsicherheit zur Klarheit

Wenn der Begriff der Evaluierung auftaucht, beobachten wir in der Praxis zuerst häufig Unsicherheit bei beteiligten Gruppen: Werden wir jetzt ständig beobachtet? Warum sollen wir von Außenstehenden "benotet" werden? Hier ist es wichtig, gemeinsam mit den Auftraggebern Klarheit zu schaffen: Prozessbegleitende Evaluation lebt von der Beteiligung aller involvierten Gruppen, von einer offenen Kommunikation und klaren Kritierien, über die man sich gemeinsam verständigt. So werden am Ende auch alle Vorteile aus den Erkenntnissen ziehen können: Man lernt im eigenen Arbeitsfeld dazu, und man lernt die Perspektiven anderer Gruppen - TeilnehmerInnen, KlientInnen, Stakeholder usw. - besser kennen und verstehen.

Von Maßnahmen über Programme bis zu ganzen Organisationen

Mittels Evaluierung werden unterschiedliche Gegenstände wie Programme, Maßnahmen, Dienstleistungen, Organisationen usw. analysiert. Kritierien der Evaluation betreffen beispielsweise die Zielerreichung oder die Prozessqualität aus Sicht unterschiedlicher beteiligter Gruppen.

Prozessbegleitende Evaluierungen erlauben neben der Beobachtung und Bewertung der Wirksamkeit von Projekten und Maßnahmen auch zeitnahe Rückmeldungs-Schleifen: Was funktioniert gut, und wo besteht Handlungsbedarf? Dies ermöglicht eine evidenzbasierte Weiterentwicklung und Steuerung von Angeboten.

Begleitung von Health4You 2010-2012

Beispielsweise hat SORA in den Jahren 2010-2012 das vom FGÖ geförderte Gesundheitsförderungsprojekt Health4You prozessbegleitend evaluiert.

Health4You wurde von der Lehrlingsstiftung Eggenburg für arbeitsuchende Jugendliche sowie Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen durchgeführt. SORA begletete das Projekt als externer Evaluator im Rahmen eines systemischen Evaluationsdesigns mit laufenden Rückkopplungsprozessen. Neben begleitenden Workshops wurden qualitative Interviews mit Stakeholdern, ExpertInnen und Teammitgliedern sowie eine standardisierte TeilnehmerInnenbefragung durchgeführt. Die Bewertungsindikatoren wurden auf Basis des Schweizer Ergebnismodells für Gesundheitsförderung formuliert und partizipativ im Rahmen des Projekts weiterentwickelt.

Komplexes Evaluations-Design