Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist zuletzt stark gestiegen. Die Betroffenen bewerten ihre zukünftigen Chancen am Arbeitsmarkt überwiegend als schlecht. Das belegt die aktuelle Sonderauswertung des von SORA und IFES erhobenen Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich.
Im Jänner 2010 waren rund 403.000 Personen ohne Arbeit, davon waren rund 79.000 SchulungsteilnehmerInnen. Das sind um rund 22.000 mehr Menschen in Arbeitslosigkeit und um 26.000 mehr SchulungsteilnehmerInnen am AMS als im Jänner des Vorjahres.
Die Hälfte derjenigen, die den Job verlieren, hat Probleme, die monatlichen Fixkosten für Wohnung usw. zu decken. Für 42 Prozent bedeuten schon laufende Kosten, etwa für Auto oder den öffentlichen Verkehr, Schwierigkeiten. Für 43 Prozent der Arbeitslosen reicht das Einkommen nach eigenen Angaben nicht zum Leben aus.
Arbeitslosigkeit bedeutet aber nicht nur finanzielle Einbußen, viele Arbeitslose leiden auch unter dem Verlust von sozialen Kontakten und Ansehen. Rund zwei Drittel klagen darüber, dass Arbeitslosigkeit ihre Lebenszufriedenheit verringert.
Sechs von zehn Arbeitslosen geben an, sofort wieder arbeiten zu wollen, weitere 20 Prozent möchten später wieder ins Erwerbsleben einsteigen. Rund 75 Prozent sind allerdings der Meinung, dass das sehr schwierig sein wird. 56 Prozent befürchten zudem, dass die Arbeitslosigkeit negative Auswirkungen auf ihr weiteres Fortkommen im Beruf haben wird.
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