Die ArbeitnehmerInnen in Österreich sind deutlich weniger zufrieden mit ihrem Einkommen als noch vor zehn Jahren. Gaben im Jahr 2000 noch 65 Prozent aller Befragten an, dass ihr Einkommen adäquat sei, so sind es heuer im Jahr 2010 nur noch 58 Prozent.
Wird die Einkommenszufriedenheit nach Branchen betrachtet, zeigt sich,
dass sie dort am geringsten ist, wo schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Arbeitsplatzsicherheit vorherrschen – etwa bei LeiharbeiterInnen
und freien DienstnehmerInnen. Umgekehrt ist sie dort am höchsten, wo Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit sehr gut sind.
Die Rangfolge der Zufriedenheit führen die MitarbeiterInnen in der Ver -
waltung (71 Prozent) und die Beschäftigten im Unterrichtssektor (68 Prozent)
an.
Schlusslicht LeiharbeiterInnen
Schlusslicht sind die LeiharbeiterInnen: Nur 27 Prozent sind mit dem Einkommen zufrieden. Ihnen folgen freie DienstnehmerInnen (42 Prozent), ArbeiterInnen (47 Prozent) und Beschäftigte im Handel (56 Prozent).
Für österreichische Führungskräfte ist das Einkommen häufiger angemessen als für jene, die keine leitende Funktion innehaben. Ihre Entlohnung empfinden 72 Prozent der Führungskräfte als ausreichend, nur 28 Prozent sagen, sie seien unzufrieden damit.
Dabei zeigt sich die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern: Bei männlichen Führungskräften steigt der Zufriedenheitswert sogar auf 75 Prozent, weibliche Mitarbeiterinnen mit Leitungsfunktion sind aber nur zu 67 Prozent mit ihrem Gehalt zufrieden.
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