SORA hat die erstmalige Durchführung von eVoting bei den ÖH-Wahlen vom Mai 2009 mit einer Reihe von Untersuchungen begleitet. E-Voting repräsentiert eine komplexe Interaktion von WählerIn, Computer, Internet und wahladministrativen Prozessen und verlangt daher nicht nur eine entsprechende technische Infrastruktur, sondern insbesondere auch die soziale Akzeptanz dieser Technologien durch die WählerInnen.
Im Vorfeld der Wahlen wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung eine repräsentative Umfrage unter Studierenden sowie der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren durch. Ergänzt wurden die Ergebnisse durch Fokusgruppen unter Studierenden sowie ExpertInnen-Interviews.
Begleitend zu den Wahlen wurden der massenmediale und politische Diskurs analysiert, Wahrnehmungen und Einstellungen der Studierenden erhoben sowie die Perspektive der Wahlkommissionen erhoben.
Fazit: kein Erfolg elektronischer BürgerInnenbeteiligung ohne Erfüllung der zentralen Bedingungen sozialer Akzeptanz.
