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Stellenwert von PKW in der Wiener Wohnbevölkerung (2016)

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Verkehrsverhalten, Einstellungen, Emotionen und Wertewandel

Rückgang des Autoverkehrs im Modal Split

Die Verkehrsmittelwahl hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zugunsten von ÖV und Radverkehr verändert. Der Anteil des PKW an den Wegen ist von 40% im Jahr 1993 auf 27% im Jahr 2014 zurückgegangen. Zu diesem deutlich veränderten Nutzungsverhalten gesellt sich auch ein leichter aber stetiger Rückgang des PKW-Besitzes pro 1.000 Einwohner.

Steht hinter dem Rückgang ein Wertewandel?

Im Auftrag der MA 18 hat SORA untersucht, inwieweit hinter diesem Trend ein breiterer Wertewandel in der Bevölkerung steht. Aufgrund fehlender Längsschnittdaten zu diesem Thema hat SORA eine eigene Erhebung zu Autobesitz, persönlichem Verkehrsverhalten und Einstellungen zu unterschiedlichen Verkehrsmitteln durchgeführt. Auf dieser Basis konnten Effekte allgemeiner demografischer Prozesse auf der einen von Generationenunterschieden in den Werthaltungen der Bevölkerung auf der anderen Seite statistisch getrennt werden.

Untersuchungsergebnisse in Kürze

  • Ein Wertewandel hinsichtlich des Autos kann in der Wiener Bevölkerung nicht nachgewiesen werden.
  • Sein Image als praktisches, flexibles und individuelles Verkehrsmittel ist weiterhin stark, unabhängig von Verkehrsverhalten und Alter.
  • Autobesitz ist nach wie vor für viele junge Menschen ein wichtiges Ziel bzw. Bestandteil ihres in Zukunft angestrebten Lebensstils.
  • Allerdings können sich viele ein Auto noch nicht leisten, weshalb sie mit dem ÖV fahren.
  • Jüngere Befragte sehen Autos eher als Statussymbol als Ältere.