Emotionen und Framing in Zeiten der Flüchtlingsdebatte

Seminar mit Günther Ogris / Martina Zandonella / Christoph Hofinger / Andreas Holzer

  • Anmeldung (23.6. ausgebucht, neuer Termin 16.2.2017)
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2015 war ein aufwühlendes Jahr für Österreich und Europa. Und die Zeiten sind nach wie vor von starken Emotionen geprägt. Abschottung versus Menschlichkeit, Abgrenzen versus  Helfen, Sorge versus Zuversicht: Das Land scheint gespalten, ebenso viele Gemeinden, Unternehmen, Vereine oder Klassenzimmer.

Die Forschung zeigt, dass die Menschen sich nicht einfach in rein Xenophobe und unter allen Umständen Hilfsbereite einteilen lassen. Die meisten schwanken innerlich zwischen zwei emotionalen Polen: Einer besorgten und manchmal wütenden Seite, und einer mitfühlenden und zuversichtlichen. Beide Phänomene können nicht nur in der Gesellschaft, sondern sogar in ein und derselben Person an Intensität zunehmen. So haben die Ereignisse zu Silvester in Köln viele Sorgen befeuert, gleichzeitig haben viel mehr Gemeinden und damit auch freiwillige HelferInnen (in manchen Bundesländern zehn Mal mehr als Anfang 2015) die Aufgabe angenommen, Flüchtlingen einen Neustart zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass sowohl Aufnahmegesellschaft als auch Flüchtlinge von der neuen Situation profitieren.

Ziele und TeilnehmerInnenkreis

Für Menschen in verantwortungsvollen Positionen – gleich ob in Politik, Verwaltung, Interessensvertretungen, Betrieben oder Zivilgesellschaft – ist es wichtig, dieses Spannungsfeld zwischen ablehnender Angst und mitfühlender Verantwortung zu verstehen. So können sie Entscheidungen verantwortlich treffen und in der Kommunikation Menschen besser erreichen.

Inhalte

In einem eintägigen Seminar werden ExpertInnen von SORA, die jahrzehntelange Erfahrung mit der Materie vorweisen können, zu folgenden Themen Inputs liefern und sie gemeinsam mit den TeilnehmerInnen vertiefen:

  • Ursachen von Xenophobie und Einstellungen zu Diversität allgemein
  • Wie denken und fühlen die ÖsterreicherInnen zu Flucht, Asyl, Migration und Diversität? Was hat sich in den vergangenen Jahren und Monaten verändert?
  • Was bedeutet die neue Lage und die Stimmung der Bevölkerung für die strategische Ausrichtung von Institutionen, Unternehmen und die Politik?
  • Werte, Emotionen und Frames erkennen und selbst werte-adäquat kommunizieren; Strategien für Politik und Kommunikation; Tipps und Tricks für den Umgang mit Konflikten

Kosten: 440,- € zzgl. 20% USt. (mit Frühbucherbonus bis 30.11.2016: 390,-)

Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 16.2.2017, 9:00 bis 17:00

Ort: Sigmund Freud Privat Universität Wien, Campus Prater, Freudplatz 1, 1020 Wien

Seminarleiter: Günther Ogris, MA (SORA)

Vortragende: Mag. Christoph Hofinger (SORA), Mag. Andreas Holzer (SORA), Mag.a Martina Zandonella (SORA)
Gastreferent: Mag. Martin Schenk-Mair (Stv. Direktor, Diakonie)

Literatur: Erhard Oeser (2015): Die Angst vor dem Fremden: die Wurzeln der Xenophobie; Günther Ogris / Martina Zandonella: Strategies against Xenophobia, In: Christoph Hofinger / Gerlinde Manz-Christ (Hg.:) Emotions in Politics and Campaigning: How Neuroscience, Linguistics, and Social Psychology Change the Political Profession.

Kontakt und Information:

Horst Traunmüller, Bakk. phil.
SORA Ogris & Hofinger GmbH
Bennogasse 8/2/16
1080 Wien
nextlevel(at)sora.at